Spanien scheitert an em-halbfinale trotz klarem sieg gegen island!
Ein deutlicher 0:3 Sieg gegen Island reichte dem spanischen Volleyballnationalteam nicht, um das Halbfinale der European League zu erreichen. Nach einer enttäuschenden Niederlage gegen Finnland am Samstag war der Traum vom Einzug in die nächste Runde bereits geplatzt, obwohl die Mannschaft um Pascual Saurín sich in der letzten Gruppenpartie mit Kampfgeist präsentierte.
Die bittere wahrheit: nur platz sieben
Das Turnier endet für die Spanierinnen auf einem enttäuschenden siebten Platz. Während Eslovenia, Schweden, Ungarn und Slowakei mit sechs Siegen aus sechs Spielen die Endrunde erreichen, müssen die Ibererinnen ihre Ambitionen begraben. Die Leistung war zwar in Teilen überzeugend, doch die Konstanz fehlte – insbesondere nach dem Fehlstart gegen Finnland.

Ein match mit höhen und tiefen
Das Spiel gegen Island begann vielversprechend. Ein Ass von María Schlegel eröffnete den Torreigen, und Spanien übernahm früh die Kontrolle (0:3). Doch Island ließ sich nicht so leicht abschütteln und hielt mit (7:8). Ein starker Punkt von Lucía Varela und zwei präzise Angriffe von Schlegel brachten dann einen entscheidenden Vorsprung (7:11). Die Spanierinnen bauten diesen Vorsprung im weiteren Verlauf des Satzes aus, obwohl Island stets gefährlich blieb und bis zum 14:16 in Schlagdistanz blieb. Der Einwechslung von Losada gab dem Spiel dann den entscheidenden Kick, während ein weiterer Ass von Ana Escamilla die Führung auf 14:18 ausbaute. Island konterte zwar, nutzte spanische Fehler aus und kam bis auf 23:24 heran. Doch dann war es wieder Varela, die mit einem kraftvollen Angriff den Satz für Spanien sicherstellte (23:25).
Der zweite Satz verlief ähnlich. Ein starker Aufschlag von Ana Escamilla ermöglichte Spanien einen schnellen Drei-Punkte-Vorsprung (3:6). María Schlegel und die dominante Jessica Akamere sorgten für einen deutlichen Punkteabstand (5:11), der sich im Laufe des Satzes kontinuierlich weiter vergrößerte. Ein Ass von Akamere brachte das Ergebnis auf 8:15, bevor eine islandische Aktion die spanische Aufschlagserie beendete. Spanien nutzte die Chance und stellte den Satz mit 15:23 zu. Ein weiterer Ass von Akamere und ein präziser Angriff von Schlegel besiegelten den 16:25 Erfolg.
Im dritten Satz kämpfte Island verbissen um jeden Ball, doch Spanien demonstrierte seinen Willen, das Spiel schnell zu beenden. Akameres Angriff brachte Spanien in Führung (4:8), woraufhin Island eine Auszeit nehmen musste. Obwohl die Isländerinnen bis auf 9:10 herankamen, behielten die Spanierinnen die Nerven und konnten ihre Führung ausbauen. Varela sorgte mit einem spektakulären Ballwechsel für den 10:12 Punkt, der den Weg für den endgültigen Sieg ebnete. Jimena Fernándezs Ass erhöhte die Führung auf 10:13, und Escamilla baute sie weiter aus (10:14). Ein weiteres Ass von Fernández brachte das Ergebnis auf 10:16, bevor die Kombination aus Varela und Schlegel den Satz endgültig entschied (11:18). Losadas Ass stellte den Stand auf 14:21 her, und schließlich war es Akamere, die mit einem gewonnenen Angriff den Sieg besiegelte (15:25).
Die Europameisterschaft steht vor der Tür: Das spanische Team wird ab Ende August bei der Europameisterschaft in Aserbaidschan, Tschechien und Schweden erneut in Action treten. Im Gruppenspiel treffen sie auf Aserbaidschan, Portugal, die Niederlande, Belgien und Rumänien. Ob sie dort ihre Form wiederfinden können, bleibt abzuwarten – doch die Hoffnung auf eine bessere Leistung ist groß.
