Spanien jagt final-four-comeback: real madrid und valencia vor historischem durchbruch

Ein Jahr Leere, dann ein Knall: Spanien will zurück in die EuroLeague-Final Four. Real Madrid und Valencia Basket stehen vor der Tür nach Athen – und die Statistik drückt kräftig die Daumen.

Heimvorteil als türöffner

Seit 2005 entscheidet das eigene Publikum 81 % der Viertelfinals. 65 von 80 Teams mit Heimrecht zogen ins Halbfinale ein. Real lieferte im Regular Season ein historisches 18-1 ab, Valencia punktete 16-3 – beide Spitzenwerte der Liga. Gegen Hapoel Tel Aviv bzw. Panathinaikos haben sie jetzt zwei Matchbälle, nicht mehr.

Für die Königlichen wäre es die vierte Final Four in den letzten fünf Ausgaben und die zehnte seit 2011. Das letzte Fehlen 2023 in Abu Dhabi gilt als Ausrutscher – zuvor war Madrid nur viermal in 13 Jahren nicht dabei. Valencia hingegen würde das Debüt feiern; 2011 war das Viertelfinal-Aus gegen eben jene Madrilenen bisher das höchste Ziel.

Zweimal spanien? schon neun mal passiert

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Sollten beide Clubs gewinnen, gäbe es das zehnte Halbfinale mit doppelt spanischer Beteiligung. Fünf Mal führte Barcelona Real vor, 2006 standen Baskonia und Barça gemeinsam auf dem Parkett, 2007 Baskonia und Unicaja – damals mit Sergio Scariolo am Málaga-Bänkchen. Nur zweimal reichte die reine Präsenz zum Titel: 1994 gewann Joventut in Tel Aviv, 2023 jubelte Real in Kaunas. Die Lehre: Anwesenheit allein reicht nicht, aber ohne Heimspiel kein Finale.

Athen ruft am 22. und 24. Mai. Madrid hat die Karten auf seiner Seite, Valencia die Chance auf den Sprung in die Geschichtsbücher. Spanien bangt, rechnet – und träumt laut vom Comeback auf europäischem Parkett.