Spanien am vorabend des wm-triumphes: kann die 'roja' geschichte schreiben?
Madrid bebt – und das aus gutem Grund. Spanien steht kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft 2026, und die Euphorie ist greifbar. Nach drei enttäuschenden Turnieren scheint die Zeit reif für eine Rückkehr an die Spitze des Weltfußballs. Luis de la Fuente hat eine Mannschaft geformt, die nicht nur über außergewöhnliches Talent, sondern auch über eine beeindruckende Konstanz verfügt.
Ein rekordlauf ohnegleichen
31 Spiele ohne Niederlage – ein neuer nationaler Rekord! Diese unglaubliche Serie unterstreicht die Stabilität und das Selbstvertrauen, das die spanische Nationalmannschaft aktuell ausstrahlt. Die Spieler scheinen eine tiefe Verbindung zueinander aufgebaut zu haben, und das Ergebnis ist ein flüssiges, attraktives Passspiel, das Gegner das Fürchten lehrt. Aber die Vergangenheit wirft einen langen Schatten: 2014, 2018 und 2022 endeten für Spanien in der K.O.-Phase – eine bittere Pille für einen Fußballzwerg, der einst die Welt beherrschte.

De la fuente: der taktikmeister
Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Arbeit von Luis de la Fuente. Der Trainer, der bereits die Europameisterschaft 2024 und die Nations League 2022/23 gewann, hat eine klare Spielphilosophie implementiert: Ballbesitz, Pressing und vertikale Angriffe. Seine Flexibilität im System – meist 4-2-3-1 oder 4-3-3 – erlaubt es ihm, auf jede Situation zu reagieren und den Gegner zu überraschen. Besonders beeindruckend ist die hohe Pressingintensität der 'Roja', die im Schnitt 102,6 Mal pro Spiel im gegnerischen Drittel stattfindet – unangefochten die höchste Quote aller WM-Qualifikanten. Das bedeutet weniger Torschüsse gegen Spanien und mehr Ballbesitz in gefährlichen Zonen.

Yamal: der neue shootingstar
Doch es gibt auch Herausforderungen. Seit dem WM-Triumph von 2010 konnte Spanien in der Weltmeisterschaft nur ein einziges Spiel gewinnen, was zeigt, dass der Druck, als Favorit anzutreten, eine erhebliche Belastung darstellen kann. Ein Name, der besonders Hoffnung macht, ist Lamine Yamal. Der 19-jährige Flügelspieler vom FC Barcelona ist ein Wirbelwind und bereit, die gegnerischen Abwehrreihen zu zerlegen. Seine Dribblings und sein Torinstinkt machen ihn zu einem der gefährlichsten Angreifer im spanischen Kader. Schon bei der letzten Europameisterschaft bewies er sein Talent und wurde als bester junger Spieler ausgezeichnet.
Die Welt hält den Atem an. Spanien hat alles, um in diesem Turnier Geschichte zu schreiben. Aber der Weg zum Titel ist steinig. Die Gegner sind stark, der Druck ist hoch. Die nächste Woche wird zeigen, ob die 'Roja' bereit ist, den ersehnten zweiten Stern auf ihrem Trikot zu tragen.
