Spalletti zieht die bremse: vlahovic nur joker, milik-start noch offen
Luciano Spalletti lässt die Bombe platzen: Dusan Vlahovic wird Montag gegen Genua nicht von Anfang an auflaufen. „Er hat zwar hart trainiert, aber ich sehe ihn eher als Wechselspieler“, sagte der Juventus-Coach am Rande der Pressekonferenz – und versetzt damit Tausende Fantreffen in Serie A-Manager-Apps in Panik.
Die wahrheit hinter dem vlahovic-zögern
Der Serbe ist seit zwei Monaten ohne Treffer, die Adduktorenprobleme nageln ihn seit Wochen ans Reha-Band. Spalletti will keine zweite Halbzeit wie gegen Sassuolo riskieren, als Vlahovic nach 60 Minuten die Luft ausging. „Wir haben eine enge Kiste, aber keine Wundertüte“, so der Coach. Die Aussage ist auch eine Kampfansage an die Medien, die einen sofortigen Doppelsatz von Vlahovic und Milik forderten.
Arek Milik hingegen steht vor dem Start nach 72 Tagen Zwangspause. Das Knie ist stabil, die Frage ist: wie viele Minuten hält der Pole? Spalletti: „Wir rechnen mit 60, vielleicht 70 Minuten. Alles andere wäre fahrlässig.“ Die Daten vom Leistungsdiagnostik-Team in Vinovo zeigen: Miliks Sprintquote liegt bei 86 % der Saison-Bestmarke – ein Wert, der für Spalletti knapp über der Rot-Linie liegt.

Adzic-aus als domino
Der Montenegriner Vasilije Adzic fällt komplett aus. Die Länderspiel-Pause schickte ihn mit einem verstrahlten Sprunggelenk zurück, die MRT-Kontrolle bestätigte einen Mikrotrauma. Spalletti rechnet mit zwei Wochen Pause – genug Zeit, um das Mittelfeld umzustellen. Fagioli rückt nach innen, Miretti übernimmt die Box-to-Box-Rolle.
Die Zahlen sind hart: Juventus holte in den letzten fünf Spielen nur fünf Punkte, die Tordifferenz beträgt 4:6. Die Champions-League-Ränge rücken aus 3 Punkten Distanz in Reichweite, doch Spalletti will nicht vom „Endspiel“ sprechen. „Wir müssen Genua erstmal schlagen, sonst reden wir hier über nichts“, schmettert er die Frage nach der Roma-Partie am Wochenende ab.
Kurz vor dem 130. Geburtstag der Gazzetta dello Sport wirft Spalletti einen Seitenhieb auf die Transfergerüchte um Andrea Cambiaso. „Wenn wir jeden Tag einen neuen Verein für ihn finden, kann er morgen schon für Barça, City und Newcastle gleichzeitig spielen“, lacht er trocken. Die Ablöse liegt laut Borsa Sportiva bei 45 Millionen Euro – ein Betrag, der die Bilanz der Agnelli-Familie sprengen würde.
Am Montag um 18 Uhr geht’s los. Spalletti hat die Marschroute klar: „Wir spielen zu Hause, wir haben die Pflicht zu gewinnen.“ Keine Frage, kein „Wenn“. Die Rechnung ist einfach: drei Punkte oder Saison-Knall.
