Spalletti spaltet juventus: gewinner und verlierer im kader
Luciano Spalletti hat bei Juventus Turin nicht einfach nur die Taktik verändert – er hat den Kader neu sortiert. Wer unter ihm spielt, strahlt. Wer nicht spielt, verblasst. So einfach ist das.
Was die zahlen über spallettis amtszeit verraten
Rechnet man die Saison nur ab dem Moment, als Spalletti auf der Bianconeri-Bank Platz nahm, stünde Juventus auf Rang drei der Serie A – gleichauf mit Como und Napoli, vier Punkte hinter dem AC Milan, zwölf hinter Inter. Der zweitbeste Angriff, die viertbeste Abwehr. Das sind keine Zufallszahlen. Das ist System.
Die Profiteure sind bekannt: Pierre Kalulu hat sich in der Defensive neu erfunden, Lloyd Kelly wirkt plötzlich wie ein anderer Spieler, Manuel Locatelli führt das Mittelfeld mit einer Autorität, die in dieser Saison lange vermisst wurde. Kenan Yildiz blüht auf, und der zuletzt verpflichtete Jérémy Boga passt wie ein Puzzlestück ins neue Bild.

Die andere seite der medaille: wer spalletti nicht braucht
Aber Spalletti ist kein Trainer, der jedem ein Lächeln schenkt. Er trifft Entscheidungen – klare, manchmal brutale. Michele Di Gregorio zwischen den Pfosten, Juan Cabal nach seiner Rückkehr aus der Verletzung, Vasilije Adzic als Talent ohne Spielzeit, Teun Koopmeiners mit einem Marktwert, der still und leise sinkt – sie alle stehen auf der falschen Seite dieser Gleichung.
Dazu kommen Edon Zhegrova, Lois Openda sowie die Außenbahnspieler Kostic und David, deren Perspektiven unter dem neuen Coach alles andere als rosig aussehen. Wer nicht im engen Kreis der Auserwählten landet, verliert nicht nur Spielzeit – er verliert auch Wert auf dem Transfermarkt.
Das ist das Doppelgesicht des Spalletti-Effekts: Für manche war sein Kommen ein Neuanfang. Für andere markiert es das langsame Ende ihrer Zeit in Turin. Und der Sommer wird zeigen, wie teuer diese Entscheidungen wirklich waren.
