Sow knallt barça-dusel, vargas zurück: das 2:5 war sevillas kleiner gewinn
Barça lief, Sevilla kassierte – und zwei Schweizer lachten trotzdem. Beim 2:5 im Camp Nou traf Djibril Sow per Kopf in der Nachspielzeit und feierte seinen fünften Treffer in dieser La-Liga-Saison, einen persönlichen Rekord. Sekunden zuvor hatte sich Ruben Vargas nach 137 Tagen Verletzungspause endlich wieder auf dem Rasen bewegt.

Raphinha-dreier verdeckt den blick aufs detail
Der Brasilianer hämmelte binnen 70 Minuten einen Hattrick gegen die Andalusier, doch im Schweizer Lager zählte man andere Zahlen. Sows Treffer war sein erster Kopfballtor in Europa, Vargas’ Comeback war sein erster Liga-Einsatz seit der Oberschenkelzerrung vom 12. November. Beide dürften nun mit erhobenem Kopf in die Nati-Pause reisen.
Sevilla bleibt Tabellen-Vierzehnter, nur drei Punkte über dem Strich. Die sportliche Krise ist real, aber die Personalie Vargas liefert Trainer Quique Sánchez Flores eine Option, die er dringend braucht: Tempo links, Dribbel, Unberechenbarkeit. Sow wiederum beweist, dass er nicht nur Ballgewinne liefert, sondern auch Tore – ein Mittelfeldspieler, der sich in die Zone traut.
Die Niederlage war erwartet, das Gefühl trotzdem neu: Barça dominierte Ballbesitz (71 %) und schoss 24 Mal, doch die letzten beiden Szenen gehörten den Rot-Weißen. Erst Vargas’ Kurzpass in den Strafraum, dann Sows Kopfball – ein kleiner Akt der Revanche, bevor der Schlusspfiff die Katalanen jubeln ließ.
Wenn die Liga nach der Länderspielpause weitergeht, steht Sevilla vor dem Kellerduell bei Cádiz. Vargas will von Anfang an durchstarten, Sow will seine Tor-Serie ausbauen. Und wer weiß: Vielleicht war das 2:5 gestern nur der erste Schritt nach oben, versteckt in einem Resultat, das sonst alles zerbröselt.
