Sörensen fehlt, nicolet kämpft: fribourgs angst vor dem halbfinale

Die Drachen fliegen ohne ihren schwedischen Sturmflügel in die Viertelfinals. Marcus Sörensen, seit Januar außer Gefecht, bleibt der Mannschaft von HC Fribourg-Gotteron auch in der ersten Play-off-Runde fern. Das bestätigten Freiburger Nachrichten am Dienstagabend.

Ein name, der die kabine verlässt

Der 32-jährige Center hatte sich Anfang des Jahres eine Schulter-Operation eingehandelt. Seitdem fehlt ihm das Eis, das er sonst mit Tempo und Härte aufreißt. Trainer Christian Dubé muss also weiter auf einen der treuesten Scorer verzichten – und das genau dann, wenn jeder Treffer zählt.

Die Statistik spricht für Sörensen: 18 Tore, 24 Assists in der Regular Season. Ein Loch, das kein System einfach stopft. Dubé testet derzeit Dreier-Ketten, doch die Chemie, die Sörensen mit seinen Flügeln hatte, lässt sich nicht improvisieren.

Nicolet wagt den ersten schritt

Nicolet wagt den ersten schritt

Hoffnung kommt vom jungen Wildfang. Kevin Nicolet, 23, lief am Dienstag erstmals wieder mit der Equipe auf – allerdings im No-Contact-Shirt. Ein kleiner Schritt für ihn, ein großer für die Moral. Sein Einsatz am Freitag steht unter Fragezeichen, doch die Physios nennen seine Heilung „im Plan“.

Ohne Nicolet fehlt die zweite Welle an Geschwindigkeit. Mit ihm könnte Dubé die Rollen neu verteilen und die Gegner-Box durchschnüffeln. Die Entscheidung fällt am Donnerstagabend, nach dem Skat-Test. Wer die Augen zu macht, hört das Knirschen seiner Schlittschuhe bereits.

Gegner gesucht, favorit klar

Gegner gesucht, favorit klar

Ob Rapperswil oder Zug – für Fribourg zählt nur eins: Sie sind Zweiter der Regular Season, also Top-Favorit. Die Buchmacher sehen die Drachen bei 1,65, die Gegner bei 2,80. Doch in der Postseason zählt kein Papier, sondern nur, wer die Scheibe zuerst im Netz versenkt.

Die Halle von Gottéron wird kochen, 8 500 Stimmen werden Sörensen vermissen und Nicolet anfeuern. Wer dort das erste Spiel gewinnt, holt sich mehr als drei Punkte – er schnappt sich das Momentum. In sieben Tagen kann alles vorbei sein, sagt Dubé. Oder eben auch nicht.