Sonnekalb demontiert oranje: fünfmal gold für den erfurter
Fünf Goldmedaillen. Kein einziger Titel für die Niederlande. Was bei der Junioren-WM im Eisschnelllauf im bayerischen Inzell passiert ist, lässt sich nicht schönreden: Finn Sonnekalb aus Erfurt hat Team Oranje regelrecht vorgeführt. Der 19-Jährige, der bei den Olympischen Spielen in Mailand krankheitsbedingt eingebrochen war und die Top Ten verpasst hatte, meldete sich auf der Weltbühne zurück – und wie.

Das bröckeln der oranje-maschine
Wer den Eisschnelllauf kennt, weiß, was die Niederlande über Jahrzehnte bedeuteten. Sotschi 2014: 23 von 36 möglichen Medaillen. Eine Dominanz, die an Absurdität grenzte. In Mailand 2026 waren es noch 13 von 42. Und selbst diese Zahl ist geschönt – ohne die Massenstarts von Marijke Groenewould und dem 40-jährigen Jorrit Bergsma, beide keine Topfavoriten, wäre die Bilanz noch magerer ausgefallen. Für Bergsma waren es die letzten Winterspiele. Die Lücke, die er hinterlässt, ist schwer zu füllen.
Sportjournalist Holger Gerska, der seit Jahrzehnten für den ARD-Hörfunk über den Eisschnelllauf berichtet, bringt es auf den Punkt: „Die große Dominanz ist es definitiv nicht mehr.
