Skyliners-saison: verpasstes versprechen und neue hoffnung?
Frankfurt – Die Skyliners Frankfurt haben eine Saison hinter sich, die mit einer gewissen Bitterkeit endet. Nach einem vielversprechenden Start und der Hoffnung auf eine Play-off-Qualifikation verpassten die Hessen die K.o.-Runde deutlich. Doch während Enttäuschung im Lager des Teams herrscht, gibt es auch einen Funken Hoffnung für die Zukunft.

Kapitän pape: „der ehrgeizige teil ist enttäuscht“
Die Enttäuschung ist spürbar. Kapitän Till Pape sprach nach dem Saisonende offen über die Frustration im Team. „Der ehrgeizige Teil in mir ist schon sehr enttäuscht“, gestand er auf einer Pressekonferenz. Die Skyliners beendeten die Saison als Tabellen-14. mit zwölf Siegen und 22 Niederlagen – weit entfernt von den ursprünglichen Ambitionen.
Die Hinrunde war geprägt von Hoffnung und Dynamik. Geschäftsführer Sebastian Gleim und der beförderte Klaus Perwas hatten ein starkes Team zusammengestellt, das zu Beginn der Saison mit acht Siegen und neun Niederlagen einen soliden Start hinlegte. Doch dann kam der Einbruch, der die Saison letztendlich in eine negative Richtung lenkte.
Ein entscheidender Faktor war der unglückliche Abgang von Jaedon LeDee. Der US-Amerikaner, der als Schlüsselspieler galt, verließ das Team unter umstrittenen Umständen, was die Situation zusätzlich erschwerte. „Das hat sicher mit reingespielt“, räumte Pape ein. Der Verlust des „menschlichen Brechstange“, wie er LeDee nannte, hinterließ eine deutliche Lücke im Team.
Zusätzlich zu den personellen Problemen machten sich auch die Unerfahrenheit der Mannschaft und vermeidbare Fehler bemerkbar. Mit einem begrenzten Budget setzt die Skyliners auf junge Talente, die zwar Potential haben, aber eben auch noch viel lernen müssen. Die 15,1 Ballverluste pro Partie zeugen von einer fehlenden Routine und Konzentration. Auch Coach Perwas räumte ein, dass es in dieser Hinsicht noch viel zu arbeiten gibt.
Trotz der enttäuschenden Saison gibt es auch positive Aspekte. Die Skyliners haben die Lizenz für die kommende Saison erhalten, was die Grundlage für eine Fortsetzung des Projekts bildet. Zudem hat das Team im Laufe der Saison wichtige Erfahrungen gesammelt, die in der Zukunft von Nutzen sein werden. Perwas betonte, dass ein „Schritt in die richtige Richtung“ gemacht wurde, auch wenn das Verpassen der Play-Ins schmerzt.
Die Skyliners haben eine Saison hinter sich, die zwar nicht den Erwartungen entsprach, aber dennoch wertvolle Erkenntnisse lieferte. Mit einem Umbruch im Kader und einer stärkeren Fokussierung auf die Entwicklung junger Talente können die Frankfurter in der kommenden Saison wieder erfolgreicher agieren. Die Hoffnung stirbt zuletzt – und die Skyliners haben noch alle Möglichkeiten, ein neues Kapitel zu schreiben.
