Ski mountaineering olympia-debüt: finn hösch jagt medaillen in mailand-cortina

Ski mountaineering olympia-debüt: finn hösch jagt medaillen in mailand-cortina

Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina erlebt eine aufregende neue Disziplin ihre Premiere: Ski Mountaineering, auch bekannt als Skimo. Für Deutschland steht Finn Hösch im Fokus, der sich ehrgeizige Ziele für dieses historische Ereignis gesetzt hat. Im Gespräch mit dem kicker spricht der 23-Jährige offen über seine Medaillenambitionen und die Vorfreude auf das Olympia-Debüt.

Extrem leichtes material für höchstleistungen

Höschs Arbeitsgerät ist beeindruckend leicht. Seine Skier wiegen kaum 800 Gramm. Diese Leichtigkeit ist entscheidend, um schnellstmöglich Berge zu erklimmen und wieder abzusteigen. Im Januar feierte er bereits seinen vierten Meistertitel im Skibergsteigen und wurde Deutscher Meister im Sprint. Nun steht Mitte Februar das nächste Karriere-Highlight an: die Olympischen Spiele.

Kindheit in der natur und wechsel vom leichtathletik

Kindheit in der natur und wechsel vom leichtathletik

Der in Starnberg geborene Hösch verbrachte seine Kindheit am liebsten in der Natur, wie er dem kicker erzählt. In seiner Jugend war er erfolgreich in der Leichtathletik aktiv, wurde 2019 Bayerischer U-18-Meister im Crosslauf und über 1500 Meter in der Halle. Mit 15 Jahren entdeckte er seine Leidenschaft für den Skibergsteigen bei einem Nachwuchscamp.

Vom hobby zum profi: förderung durch die bundeswehr

Vom hobby zum profi: förderung durch die bundeswehr

Der Weg zum Profi-Sportler war ein allmählicher Prozess. “Vor einigen Jahren war es für mich noch undenkbar, vom Skibergsteigen leben zu können”, erklärt Hösch. Die Unterstützung der Bundeswehr ermöglichte ihm diesen Schritt. Seit drei Jahren ist er Spitzensportler bei der Bundeswehr und seit Mai letzten Jahres Vollprofi.

Olympia-traum wird realität

Olympia-traum wird realität

Ein Olympia-Traum hatte Hösch als Kind eigentlich nicht, “weil es bislang einfach nicht olympisch war”. Die Möglichkeit, bei der Premiere dabei sein zu können, empfindet er jedoch als “super cool”. Der Fokus bei Olympia liegt auf den kurzen Distanzen, dem Sprint und der Mixed-Staffel. Die Skimo-Wettbewerbe sind kurz und intensiv – der Sprint dauert nur etwa drei Minuten.

Die herausforderungen des skimo-wettkampfes

Die herausforderungen des skimo-wettkampfes

Der Aufstieg gliedert sich in drei Phasen. Zuerst geht es auf Skiern und Fellen in einem Diamantform-Parcours bergauf. In Wechselzonen werden die Skier ab- und wieder angelegt, während Athleten steile Abschnitte zu Fuß bewältigen. Ausdauer, Kraft und Technik sind gleichermassen gefragt. “Man darf eigentlich in keinem Bereich Defizite haben”, betont Hösch.

Stärken und konkurrenz

Stärken und konkurrenz

Hösch trainiert 20 bis 30 Stunden pro Woche, sowohl im Winter auf Ski als auch im Sommer auf dem Rad oder beim Laufen. Seine Stärken liegen besonders in den Wechseln. Als größte Konkurrenten im Skimo nennt er die Alpenländer Frankreich, Schweiz, Italien und Österreich.

Medaillen-chancen in der mixed-staffel

Medaillen-chancen in der mixed-staffel

Neben dem Sprint startet Hösch auch in der Mixed-Staffel. Seine Partnerin Tatjana Paller, eine ehemalige erfolgreiche Bahnrad-Fahrerin, ist mittlerweile Deutschlands erfolgreichste Skimo-Athletin. Das Duo zeigte bereits vielversprechende Leistungen, belegte beim Weltcup in den USA den zweiten Platz, wurde aber aufgrund einer Strafe auf Rang vier zurückversetzt.

Aufmerksamkeit und vorfreude

Die Aufmerksamkeit für Skimo und seine Athleten ist derzeit enorm groß. Hösch genießt diese Entwicklung und sieht sie als Chance, die Sportart bekannter zu machen. Er blickt optimistisch auf die Olympischen Spiele in Italien und ist entschlossen, sein Bestes zu geben.