Sinner: verletzungspech alcaraz ist "eine sehr triste nachricht"

Jannik Sinner hat im Exklusivinterview mit Paris Match seine Anteilnahme am Verletzungspech von Carlos Alcaraz zum Ausdruck gebracht. Der Italiener, der in Roland Garros auf den Spanier treffen würde, wünscht Alcaraz eine schnelle und vollständige Genesung, betont aber auch, dass die Priorität nun auf der Rehabilitation liegen sollte – und nicht auf einem überhasteten Comeback.

Lego-turm als ablenkung: sinner baut mit seinem bruder

Lego-turm als ablenkung: sinner baut mit seinem bruder

Während Alcaraz pausieren muss, widmet sich Sinner einem ungewöhnlichen Hobby: gemeinsam mit seinem Bruder Mark baut er eine detailgetreue Lego-Version des Eiffelturms. „Wir sind schon fast fertig“, grinste Sinner, der sich sichtlich am Projekt erfreut. Es ist eine willkommene Ablenkung von der intensiven Trainingsarbeit und dem Druck der aktuellen Turniersituation.

Sinner betonte, dass Verletzungen im Sport Teil des Spiels seien. „Sie kommen und gehen, wie auch Erfolge und Siege. Carlos ist aber noch sehr jung und muss jetzt erst einmal gesund werden.“ Er riet Alcaraz, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und eine vollständige Heilung anzustreben, um langfristige Schäden zu vermeiden. Ein überstürztes Comeback könnte seiner Karriere nachhaltig schaden.

Seine Lieblingsfarbe? „Merci“ Das Interview offenbarte auch charmante Details über Sinner. Sein Lieblingssportler aus Frankreich ist Gael Monfils, den er als „sehr netten und freundlichen“ Menschen beschreibt. „Wir sind gute Freunde“, erklärte Sinner, „und er war schon immer sehr zuvorkommend.“ Sein Lieblingswort im Französischen ist „merci“, da Höflichkeit und Dankbarkeit für ihn eine große Rolle spielen.

Über die Möglichkeit einer Karriere als Model, angesichts seiner Zusammenarbeit mit Gucci, war sich Sinner sicher: „Ich bin nicht der Typ für Laufstege. Aber ich habe schon wunderschöne Modenschauen, vor allem in Mailand, besucht. Es ist interessant, diese Welt kennenzulernen und neue Stile zu entdecken.“

Sinner brachte seine Unzufriedenheit über die aktuelle Situation bezüglich der Preisgelder bei den Grand-Slam-Turnieren zum Ausdruck. „Wir, die Spieler, sind die Grundlage dieser Turniere. Wir fordern Respekt und eine faire Behandlung. Seit über einem Jahr schreiben wir Briefe, die unbeantwortet bleiben. Wir brauchen nicht nur eine Erhöhung der Preisgelder, sondern auch eine Altersvorsorge – das ist sehr wichtig.“ Er hofft auf eine baldige Einigung, die den Interessen der Spieler gerecht wird.

Die Frage, ob sich die Spieler in Zukunft stärker an der Gestaltung der Turniere beteiligen könnten, beantwortete Sinner mit der Hoffnung auf eine konstruktive Lösung. Die Diskussion um eine gerechtere Verteilung der Gewinne und eine bessere Absicherung der Spieler wird zweifellos auch in Zukunft ein zentrales Thema im Tennis sein.