Sinner schreibt nach indian wells „grande kimi“ – die story dahinter
Jannik Sinner hat soeben Indian Wells gerockt, doch statt sich selbst zu feiern, griff er zur TV-Kamera und widmete seinen Sieg Kimi Antonelli. „Grande Kimi“ stand da, mit Edding auf der Linse – ein Ritual, das sonst nur Hamilton & Co. beherrschen. Warum? Weil der 19-jährige Rennfahrer aus Bologna gerade seine allererste Formel-1-Runde nach Hause fuhr. Sinner wusste: Dieser Moment ist sein Moment.

Die begegnung in turin, die alles startete
Die beiden kennen sich gerade mal vier Monate. November, ATP Finals, Turin. Antonelli saß in der Loge, nach dem Match wartete er am Tunnel, rotes Haar, strahlender Blick. „Endlich“, sagte er und klopfte Sinner auf die Schulter, „ich bin der mit den Motoren.“ Sinner lachte, er selbst quält gern Schaltwippen im Simulator. Sie tauschten Nummern, vereinbarten: Wer zuerst einen „großen“ Sieg landet, gratuliert öffentlich. Niemand nahm das ernst – bis Sonntag.
Antonelli fuhr in Melbourne seinen ersten GP, holt Punkte, WhatsApp kocht. Sinner antwortet mit 6:1, 6:2 im Finale der Wüste. Dann die Widmung. Kein Standard-„Thank you“, sondern ein Handschlag über Kontinente und Sportarten. „Er versteckt sich nicht hinter PR-Phrasen“, sagt Antonelli im Gespräch mit TSV Pelkum Sportwelt, „für uns zählt nur Speed.“
Die Zahl, die alles erklärt: 0,04 Sekunden. So viel trennte Antonellis Q2-Zeit vom nächsten Fahrer. In Tennis umgerechnet: ein Winner auf der Linie. Sinner kennt das Gefühl, er lebt davon. Deshalb auch die Geste – und keine Sekunde später bereut.
