Sinner räumt alcaraz ab und krönt sich zum könig von monte carlo

Der Wind peitschte über den Court Rainier III, aber Jannik Sinner blieb kalt. Mit einem 7:6 (7:5), 6:3 entreißt er Carlos Alcaraz nicht nur den Masters-Kragen, sondern auch die Weltranglisten-Krone. Monte Carlo lachte, die Spanier stöhnten – und der Tennisplanet drehte sich einen Tick schneller.

Der vierte 1000er in serie – nur nadal und djokovic waren je so gnadenlos

Paris-Bercy, Indian Wells, Miami und jetzt das Fürstentum: 26 Matches, 0 Niederlagen. Die letzten, die so etwas schafften, hießen Rafael Nadal und Novak Djokovic. Kein Zufall, sondern eine Ansage. Sinner spielt nicht mehr nur mit, er diktiert.

Der erste Satz war ein Schaukampf im Sturm. Aufschlag broken, Break zurück, Tiebreak. Dort patzte Alcaraz mit einem Doppelfehler – der erste, aber nicht letzte windbedingte Blackout. Im zweiten Durchgang legte der Spanier los wie ein Wirbelwind, breakte sofort. Doch Sinner antwortete mit einem Sprint von drei Games in Serie. Das 5:3-Break war ein Punch in die Magengrube des Titelverteidigers.

7:10 Gegen alcaraz – aber die zählung läuft neu

7:10 Gegen alcaraz – aber die zählung läuft neu

Die Head-to-Head-Bilanz schrumpft auf 7:10, doch die Zahlen lügen nicht: die letzten beiden Duelle gewann Sinner, und beide hatten Ranglistentitel zur Folge. Vor Paris (24. Mai) ist der Italiener nun der Mann, den alle schlagen müssen – auf Sand, wo er bislang nur in Umag 2022 triumphierte.

Alexander Zverev durfte das Match nur aus der Ferne bewundern. 6:1, 6:4 hieß es im Halbfinale – eine Demontage in 68 Minuten. Der Hamburger trägt weiter die Last, als letzter Deutscher ein Masters gewonnen zu haben (Madrid 2021). Die deutsche Tennis-Hoffnung bleibt damit ein Schattendasein.

Alcaraz muss am MontagPlatz eins räumen – nach 22 Wochen auf der Spitze. Der 22-Jährige verließ mit hängendem Kopf und zerknittertem Rückhand-Timing den Platz. „Der Wind war für beide gleich“, murmelte er später. Genau das machte Sinner aus: er machte es gleich – und besser.

26. Karrieretitel, vierte Masters-Trophäe, neue Nummer eins. Die Sandplatzsaison hat ihren Kaiser gefunden. Und der trägt diesmal kein Spanien-Trikot, sondern das blau-weiß-rote Azzurro.