Sinner lobt nadal – und will physis sparen!
Madrid – Jannik Sinner hat sich in Madrid überraschend knapp ins Halbfinale gespielt und dabei eine unerwartete Analyse seines Gegners Rafael Nadal geliefert. Der Südtiroler zeigte sich beeindruckt von Nadals aktueller Form, betonte aber gleichzeitig, dass er selbst die größere Erfahrung ins Feld brachte und das Match taktisch klüger lösen wollte.

Nadal beeindruckt, aber sinner schaut nach vorne
„Rafa spielt momentan Tennis auf einem unglaublichen Niveau“, räumte Sinner ein. „Er hat das in Marrakech, Barcelona und hier wieder bewiesen. Ich habe ihm sogar beim Zusehen zugeblicken, weil er einer der zukünftigen Herausforderer ist.“ Doch anstatt Nadal Druck zu machen, sieht Sinner in ihm einen „sehr guten Jungen, der in seiner eigenen Blase lebt und sicher große Erfolge feiern wird.“ Diese Einschätzung wirkt fast wie eine diplomatische Wertschätzung, die aber auch einen subtilen Hinweis darauf gibt, dass Sinner sich auf die eigene Stärken konzentrieren möchte.
Der Italiener betonte, dass er selbst mehr Erfahrung mitbringe und das Match so gestalten wollte, dass er seine körperlichen Ressourcen schonte. „Ich habe ein bisschen mehr Erfahrung als er. Ich habe versucht, mich an meine Grenzen zu pushen“, erklärte Sinner. Die Tatsache, dass das Match unter Hallenbedingungen ausgetragen wurde, habe die Bedingungen physisch anspruchsvoller gemacht, da der Ball langsamer war und es mehr zu kämpfen gab. „Ich wollte unbedingt vermeiden, in drei Sätze zu spielen“, so Sinner, was auf eine bewusste Taktik hindeutet, um Energie zu sparen und die Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben nicht zu gefährden.
Die Zuschauer in der Manolo Santana Arena waren restlos begeistert von Sinner, und der Italiener bedankte sich für die Unterstützung. Doch während die Fans ein spannendes, langes Match forderten, zeigte sich Sinner pragmatisch und konzentriert auf sein Ziel: Die Vorbereitung auf Roland Garros, wo er dieses Jahr eine ernstzunehmende Rolle spielen möchte. Er weiß, dass die French Open der nächste große Schritt sind und dass er dafür in Topform sein muss.
Sinner hat bewiesen, dass er nicht nur ein talentierter Spieler ist, sondern auch ein kluger Taktiker, der seine körperlichen Ressourcen schont und sich auf seine Ziele konzentriert. Ob er in Madrid den Titel holen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht aber: Jannik Sinner hat sich als ernstzunehmender Kandidat für die internationalen Tennisspitzen etabliert.
