Sinner jagt den sunshine double – miami-draw eröffnet mit schock-falle
Jannik Sinner kann den historischen Sunshine Double packen, doch der Draw für Miami verlangt ihm alles ab. Die Nummer 2 der Welt startet gegen Dzumhur oder einen Qualifikanten, trifft spätestens im Halbfinale auf Zverev – und muss sich unterwegs mit dem Gespenst von Jakub Mensik auseinandersetzen, der ihn in Doha schon blamierte.
Alcaraz droht blitz-aus gegen fonseca
Carlos Alcaraz bekommt keine Atempause. Nach der Halbfinal-Pleite gegen Medvedev in Indian Wells wartet im Auftaktmatch der brasilianische Super-Talent Joao Fonseca, der in den letzten Wochen die Next-Gen-Warnleuchte auf Rot schaltet. Gewinnt Alcaraz, folgt im Achtelfinale möglicherweise Luciano Darderi – ein Italiener, der auf Hardcourts plötzlich schwerer zu knacken ist als mancher Top-Ten-Spieler.
Der 20-jährige Fonseca hat nichts zu verlieren. Seine Vorhand ist ein Gewehrschuss, seine Mentalität die eines Straßenkämpfers. Für Alcaraz ist das ein Eröffnungsspiel mit Final-Charakter.

Musetti und cobolli – das italienische achtelfinale, das keiner erwartet
Lorenzo Musetti landete im oberen Halbbracket, direkt neben Alcaraz. Theoretisch könnten sich beide in der Runde der letzten Vier duellieren, doch vorher droht ein kleines Drama: Musetti trifft frühestens in Runde drei auf Flavio Cobolli – ein Landsmann, der ihn in der Juniorenzeit schon ärgern konnte. Wer gewinnt, muss anschließend gegen Alex de Minaur ran, der in Miami noch ungeschlagen ist, wenn die Thermometer über 30 Grad klettern.
Die Wettervorhersage verspricht genau das. Hitze plus De Minaur plus italisches Bruderduell – das klingt nach Krimi statt Kurznachricht.
Matteo Berrettini startet gegen den aufstrebenden Müller, Arnaldi bekommt Shevchenko, der in der Nacht von Indian Wells noch zwei Sätze gegen Tiafoe abfeuerte. Kein leiches Los, aber ein machbares – wenn die Knie halten.

Paolini im sabalenka-teil: ein viertel mit feuerwerk
Jasmine Paolini trägt die italische Flagge im Frauenfeld. Als Nummer 7 gesetzt, wartet im Achtelfinale möglicherweise Svitolina oder Samsonova – beide Spielerinnen, die auf schnellem Belag die Ballgeschwindigkeit in Regionen treiben, wo selbst Highspeed-Kameras ins Schwitzen kommen. Im Viertel droht Sabalenka, die in Miami ihre eigene Dynastie gründen will. Paolini hat in diesem Jahr schon bewiesen, dass sie in der Lage ist, mit den Großen zu tanzen. Die Frage ist nur: wie lange hält der Rhythmus?
Elisabetta Cocciaretto bekommt zunächst eine Qualifikantin, danach Coco Gauff. Das klingt nach einer Nummer, die man im Lotto spielt: 42 gegen 4 – mit etwas Glück wird daraus eine Sensation.
Miami war schon immer das Turnier der Überraschungen. 2024 schrieb Mensik seine erste große Story, 2025 könnte Fonseca die nächste Zeile hinzufügen. Für Sinner steht derweil einzig die Frage im Raum: schafft er als erster Spieler seit Djokovic 2016 den Doppel-Coup Indian Wells plus Miami? Die Antwort kommt in nächsten zwei Wochen – und sie wird schmerzhaft laut.
