Sinner demütigt popyrin – kann pellegrino den höhenflug stoppen?

Rom – Jannik Sinner hat gestern Abend im italienischen Rom eine Demonstration seiner Klasse gezeigt. Der Weltranglistenerste pulverisierte Alexei Popyrin im dritten Satz des ATP-Masters-Turniers mit einem glatten 6:2, 6:0 und präsentierte eine Vorstellung von beeindruckender Souveränität. Der Sieg markiert Sinner’s 25. Erfolg in Serie – eine beachtliche Serie, die ihn als den Mann in Form auf der ATP-Tour etabliert.

Ein windhund gegen den wind

Das Match wurde von starkem Wind in der italienischen Hauptstadt überschattet, doch Sinner schien davon kaum beeinträchtigt. Seine Aufschlagquote mag nicht herausragend gewesen sein, aber seine Fähigkeit, den Aufschlag des Gegners zu lesen und mit präzisen Return zu kontern, war schlichtweg überlegen. Die 66 Minuten, die er für den Sieg benötigte, sprechen eine deutliche Sprache. „Es war eine sehr gute Leistung von mir. Die Bedingungen waren sehr schwierig“, so Sinner nach dem Spiel.

Pellegrino – der überraschungsmeister?

Pellegrino – der überraschungsmeister?

Doch der wahre Test für Sinner steht nun bevor: Andrea Pellegrino. Der 29-jährige Qualifikant, der in Rom erstmals das Hauptfeld eines Masters-Turniers erreicht hat, hat mit seinem bisherigen Spielzug für Furore gesorgt. Sein Sieg gegen Frances Tiafoe (7:6, 6:1) und der glückliche, aber wohlverdiente Gewinn gegen Arthur Fils, der im ersten Satz aufgeben musste, zeigen, dass er in Topform ist. Pellegrino, Weltranglistenposition 155, scheint sich nicht einschüchtern zu lassen und hat bereits eine Kampfansage an den Masters-Dominator Sinner geschickt: „Er ist schlagbar!“

Der „golden career masters“ in reichweite

Der „golden career masters“ in reichweite

Für Sinner geht es in Rom um mehr als nur einen weiteren Titel. Mit einem Sieg könnte er den prestigeträchtigen „Golden Career Masters“ vollenden – eine Leistung, die bisher noch keinem Spieler gelungen ist. Er hat bereits alle anderen acht Masters-Turniere mindestens einmal gewonnen. Das Turnier in Rom wäre somit der krönende Abschluss einer außergewöhnlichen Saison. Ob Pellegrino in der Lage sein wird, diesem Höhenflug Einhalt zu gebieten, bleibt abzuwarten. Die Spannung ist groß, und die Tenniswelt wird gespannt sein, wer in diesem hochspannenden Duell die Oberhand behalten wird.