Sinner auf dem weg zur tennis-geschichte: kann jódar stoppen?

Madrid bebt! Jannik Sinner steht im Viertelfinale des Mutua Madrid Open und hat die Chance, in die Tennisgeschichte einzugehen. Das Duell gegen den Lokalmatador Rafa Jódar am Mittwoch um 16:00 Uhr ist mehr als nur ein Spiel – es ist ein Test für den jungen Italiener und ein Hoffnungsschimmer für die spanische Fans.

Ein überraschender aufstieg: jódar beeindruckt madrid

Rafa Jódar, der als Wildcard-Spieler ins Turnier kam, hat mit seinem beeindruckenden Auftreten die Herzen der Madrilenen erobert. Nach einem zähen Kampf in der dritten Runde gegen Joao Fonseca, bei dem er erst in der Nacht zum Mittwoch den Sieg sicherte, hat er sich einen Platz unter den Achtbesten verdient. Seine Leistung ist umso bemerkenswerter, da er seit Juni 2023 nicht mehr auf Sand gespielt hat, aber in 12 von 13 Partien auf dieser Oberfläche bereits gewonnen hat.

Der überraschende Vorschlag: Was viele nicht wussten: Sinner selbst schlug vor, das Match bereits am heutigen Mittwoch um 11:00 Uhr anzusetzen, um Jódar mehr Zeit zur Erholung zu gewähren. Ein Gentleman-Akt, der zeigt, dass der Weltklassespieler auch fair mit aufstrebenden Talenten umgeht.

Sinner jagt djokovics rekord: eine siegesserie, die geschichte schreibt

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Doch es geht um mehr als nur den Einzug ins Halbfinale. Sinner kann mit einem Sieg über Jódar den Rekord von Novak Djokovic für die längste Siegesserie in Masters 1000-Turnieren brechen. Seine beeindruckenden 20 Siege in dieser Saison und insgesamt 25 in Masters 1000-Turnieren sprechen für sich. Die letzten 52 Sätze, die er bestritten hat, gewann er in 50 Fällen – eine schwindelerregende Dominanz.

Die beiden Spieler trafen sich bereits zu Trainingszwecken in der Caja Mágica, wo sie sich respektvoll die Hand gaben. Sinner lobte Jódars Talent und saubere Schlagtechnik. „Er ist ein Spieler mit viel Potenzial. Er trifft den Ball sehr sauber.“ Die Generation von 2006, zu der auch Joao Fonseca und Nicolai Budkov Kjaer gehören, präsentiert sich als besonders vielversprechend.

Ein besonderes Duell: Jódar, der in der ersten Runde Vit Kopriva mit 7-5 und 6-0 schlug, ist der vierte Wildcard-Spieler seit 2007, der es in die Top Acht geschafft hat – eine bemerkenswerte Leistung. Er ist der sechste Spieler unter 20 Jahren in dieser Phase des Turniers und reiht sich damit in eine illustre Liste ein, zu der bereits Rafael Nadal, Novak Djokovic, Denis Shapovalov, Carlos Alcaraz und Jakub Mensik gehören.

Sinner, der sich intensiv mit seinem Team über die Teilnahme in Madrid austauschte, wusste um die Bedeutung dieses Turniers im Hinblick auf Roland Garros. Trotz des Ausfalls von Carlos Alcaraz, seinem größten Rivalen, ist er sich bewusst, dass Jódar ein unangenehmer Gegner auf dem Weg zum Grand Slam in Paris sein könnte. „Ich möchte gegen ihn vor Roland Garros spielen“, betonte der Italiener.

Der Test ist also bestanden: Sinner hat sich in einer anspruchsvollen Umgebung bewiesen und ist bereit für die Herausforderung. Ob Jódar in der Lage sein wird, den Lauf des italienischen Top-Spielers zu stoppen, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Das Tennis-Madrid hat ein Feuerwerk erlebt und wird es auch am morgigen Tag erleben.