Simeone schreibt geschichte: 800 spiele und kein ende in sicht!

Diego Pablo Simeone steht vor einem historischen Meilenstein: Seine 800. Partie an der Seitenlinie. Eine unglaubliche Bilanz, die den Argentinier endgültig in die Annalen des Fußballs einträgt und die Frage aufwirft, wie lange noch dieser einzigartige Einfluss auf den spanischen Fußball andauern wird.

Ein vermächtnis, das über titel hinausgeht

Ein vermächtnis, das über titel hinausgeht

Es sind nicht nur die acht gewonnenen Titel, darunter zwei Meistertitel gegen die Giganten Real Madrid und Barcelona, die Simeones Wirken ausmachen. Vielmehr ist es die Transformation des Atlético Madrid von einem Fahrstuhlmannschaft zu einer europäischen Macht, die seine Leistung so außergewöhnlich macht. Er hat eine Identität geschaffen, eine Mentalität, die den Verein über Jahre hinweg geprägt hat – und das trotz einer oft schwierigen wirtschaftlichen Lage im Vergleich zu den großen Klubs.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 470 Siege in 799 Spielen. Um das in Relation zu setzen: Luis Aragonés, der bisher zweitbeste Trainer des Vereins, kam auf 612 Partien, Ricardo Zamora auf lediglich 207. Diese Diskrepanz unterstreicht die außergewöhnliche Beständigkeit Simeones.

Koke, der einzige Spieler, der seit Simeones Amtsantritt am 7. Januar 2012 noch im Verein ist, hat 702 dieser Spiele mit dem Kapitän auf dem Platz bestritten. Eine beeindruckende Konstanz, die die tiefe Verwurzelung beider im Verein widerspiegelt. Auch Torwart Oblak und Griezmann, der heute zum Abschied antritt, gehören zu den Leistungsträgern, die Simeone über Jahre hinweg vertrauen konnte.

Besonders interessant ist der Vergleich mit Real Madrid, dem ewigen Rivalen. In 50 Duellen gegen die Königlichen konnte Simeone 14 Siege einfahren, 17 Spiele endeten unentschieden, und 18 Mal ging der Sieg an Madrid. Ein Ergebnis, das zeigt, wie schwer es war, die Überlegenheit des weißen Balletts zu brechen – und wie weit Atlético unter Simeone gekommen ist.

Die Frage, ob Simeone in Zukunft noch größere Investitionen benötigt, um mit den europäischen Spitzenklubs mithalten zu können, beantwortete er jüngst selbst: „Nein, das glaube ich nicht.“ Ein klares Bekenntnis zu seiner Philosophie und seinem Weg, der Atlético Madrid zu einem gefürchteten Gegner gemacht hat.

Heute Abend, in Villarreal, wird Simeone sein 800. Spiel bestreiten. Ein Meilenstein, der kaum zu übertreffen sein wird. Die Zukunft des Atlético Madrid ist untrennbar mit seiner Person verbunden – und die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende.