Silberne tränen und goldene zukunft: was die handball-em für deutschland bedeutet

Bittere niederlage, süße aussicht: deutschland scheitert im em-finale

Dänemark hat im Finale der Handball-EM 2026 mit einem klaren34:27-Sieg über deutschlandtriumphiert. Für das DHB-Team bedeutet das eine Rückkehr mit der Silbermedaille, aber auch eine neue Perspektive. Kapitän Johannes Golla gab nach der Niederlage zu: „Heute haben wir erst mal Gold verloren.“ Doch er blickt optimistisch nach vorn: „In ein paar Tagen werden wir Silber gewonnen haben.“ Eine ehrliche Einschätzung, die die Achterbahnfahrt der Emotionen widerspiegelt.

Der druck als treibstoff: deutsche stärke unter beschuss

Der druck als treibstoff: deutsche stärke unter beschuss

Die deutsche Mannschaft hat bewiesen, dass sie mit Druck umgehen kann. Nach dem kritischen Spiel gegen Serbien (27:30), wo das frühe Ausscheiden drohte, zeigte das Team Moral. Siege gegen Spanien (34:32), Portugal (32:30) und Norwegen (30:28) folgten. Selbst die erste Begegnung mit Dänemark (26:31) konnte dem Team Selbstvertrauen geben. Renars Uscins stellte fest: „Der Druck tut uns gut!“ Diese Erfahrung ist Gold wert für zukünftige Herausforderungen.

Breite im kader: die waffe für die zukunft

Breite im kader: die waffe für die zukunft

Bundestrainer Alfred Gislason hatte Recht: Dies ist die beste deutsche Nationalmannschaft, die er je trainiert hat. Die Breite im Kader machte sich sowohl in der Defensive als auch im Angriff bemerkbar. Tom Kiesler und Matthes Langhoff sorgten für frischen Wind in der Deckung, während Justus Fischer endlich seine Chance im DHB-Team ergriff. Im Rückraum gab es mit Marko Grgic, Miro Schluroff und Nils Lichtlein mehr Alternativen als je zuvor.

Potenzial ungenutzt: wo noch luft nach oben ist

Trotz der Silbermedaille gibt es Bereiche, in denen sich das deutsche Team verbessern kann. Nils Lichtlein könnte Juri Knorr öfter entlasten und dem Spiel ein neues Element hinzufügen. Miro Schluroff, mit seiner unbekümmerten Art, könnte Renars Uscins mehr Pausen ermöglichen. Auch Marko Grgic, der Bundesliga-Torschützenkönig, hat sein volles Potenzial im Nationalteam noch nicht ausgeschöpft. Er könnte eine Führungsrolle übernehmen.

Die außenbahn: ein ungenutztes potenzial

Die Einbindung der Außenläufer Lukas Mertens und Lukas Zerbe ist ausbaufähig. Sie erhielten während der EM kaum Bälle, zeigten aber, wenn sie die Gelegenheit hatten, ihr Potential. Eine bessere Einbindung der Außen würde auch den Rückraum entlasten. Die Frage ist, ob Alfred Gislason in Zukunft öfter auf das Sieben-gegen-Sechs setzen wird – eine taktische Option im Spitzensport.

Junge wildlinge: die zukunft des deutschen handballs

Sechs U21-Weltmeister von 2023 waren im EM-Kader vertreten. Zusammen mit jungen Spielern wie Juri Knorr, Julian Köster und Tom Kiesler bildet sich ein starker Kern für die Zukunft. Selbst der ehemalige Weltmeister-Trainer Heiner Brand lobte die Mannschaft als die talentierteste seit 50 Jahren! Mit EM-Silber im Gepäck und der Altersstruktur der Mannschaft blickt deutschland optimistisch auf die Heim-WM 2027.

Die distanz zu dänemark: noch nicht unerreichbar

Der Abstand zu Dänemark, dem Europameister, ist geringer geworden. Das war im Lager des DHB nach dem Finale in Herning zu spüren. Die EM hat gezeigt, dass deutschland auf dem richtigen Weg ist. Die kommenden Jahre versprechen spannende Entwicklungen für den deutschen Handball. Mit der richtigen Arbeit und dem nötigen Selbstvertrauen kann deutschland die nächste Stufe erreichen!