Silberglanz in cortina: eitberger/matschina knapp am olympia-gold vorbei

Rodeln-drama in cortina: deutsche paarung holt silber

Cortina d’Ampezzo – Ein packendes Rennen im neu eingeführten Damen-Doppelsitzer-Wettbewerb bei den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina 2026 sah am Mittwochabend ein dramatisches Finale. Dajana Eitberger und Magdalena Matschina verpassten nur knapp den ersten Olympiasieg in dieser Disziplin und erkämpften sich die Silbermedaille. Gold ging an das italienische Duo Andrea Vötter und Marion Oberhofer, was für die Gastgeber einen großen Erfolg bedeutete.

Enttäuschung für die topfavoritinnen aus österreich

Die österreichischen Weltmeisterinnen und Topfavoritinnen Selina Egle und Lara Kipp mussten sich mit der Bronzemedaille begnügen. Anders als im Einsitzer gibt es im Doppelsitzer nur zwei Durchgänge, was die Spannung bis zum Schluss hochhielt. Das Rennen war unglaublich eng und zeigte, wie hoch das Niveau im Damen-Doppelsitzer inzwischen ist.

Gold-serie der deutschen gerissen

Mit dem Silbermedaillen-Gewinn der Eitberger/Matschina endete die deutsche Gold-Serie im Cortina Sliding Centre. Zuvor hatten bereits Max Langenhan und Julia Taubitz jeweils Einzelgold gewonnen. Das deutsche Rodelteam erlebte in Norditalien somit die erste Niederlage bei diesen Spielen. Doch die Chance auf eine weitere Medaille besteht bereits am morgigen Tag.

Staffel als chance für weitere edelmetall

Eitberger und Matschina erhalten bei der Staffel am Donnerstag eine weitere Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen und eine weitere Medaille zu gewinnen. Für die 35-jährige Eitberger, die nach dieser Saison ihre Karriere beenden wird, ist die Silbermedaille ein verspäteter Höhepunkt einer erfolgreichen Karriere. Sie war bereits im Einsitzer erfolgreich und gewann 2018 in Pyeongchang Olympia-Silber.

Ein wechsel, der sich auszahlt

Zur Saison 2023/2024 wechselte Eitberger zum Doppelsitzer und bildet seitdem ein erfolgreiches Duo mit der 15 Jahre jüngeren Magdalena Matschina. Diese Partnerschaft hat sich als äußerst fruchtbar erwiesen und führte nun zu einer olympischen Medaille. Eitberger, die auch Mutter eines fünfjährigen Sohnes ist, kann stolz auf ihre Leistung zurückblicken.

Kritik an der teilnehmerzahl

Das Rennen in Cortina wurde durch die geringe Teilnehmerzahl von nur elf Doppelsitzern getrübt. Die Weltmeisterinnen Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal hatten die interne Qualifikation knapp verpasst. Bundestrainer Patric Leitner äußerte sich kritisch über die geringe Anzahl an Startplätzen, die das IOC zur Verfügung stellte: „Ich finde es ein bisschen traurig, dass das IOC da nicht mehr Startplätze zur Verfügung stellt. Das sollte man wirklich mal überdenken, ob das dann noch ein würdiges Rennen ist.“

Blick nach vorn: olympia mailand cortina 2026

Trotz der verpassten Goldmedaille ist das Ergebnis von Eitberger und Matschina ein großer Erfolg für das deutsche Rodelteam. Die Spiele in Mailand-Cortina 2026 zeigen, dass der Damen-Doppelsitzer eine spannende und vielversprechende Disziplin ist. Die Zukunft des Rodelnsportes sieht rosig aus, mit talentierten Athletinnen und packenden Wettkämpfen.