Silber statt gold: laura nolte knapp am olympia-triumph vorbei

Silber statt gold: laura nolte knapp am olympia-triumph vorbei

Cortina d'Ampezzo – Ein Herzschlagfinale im Monobob entschied sich um hauchdünne vier Hundertstelsekunden. Laura Nolte, die bis dahin dominierende Athletin, musste sich mit der Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo begnügen. Die 27-Jährige zeigte eine starke Leistung, wurde aber von der US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor im letzten Lauf noch überholt. Die Enttäuschung war groß, doch Bundestrainer René Spies fand versöhnende Worte.

Dramatischer verlauf im eiskanal

Nolte hatte die ersten drei Läufe angeführt und schien auf dem besten Weg zum olympischen Gold. Im entscheidenden vierten Durchgang jedoch geriet sie leicht ins Hintertreffen. Meyers Taylor nutzte dies und zeigte eine nahezu perfekte Fahrt, die ihr den Sieg sicherte. Der Unterschied war minimal, doch im Sport zählt jede Sekunde. Die Atmosphäre war angespannt, und die Entscheidung fiel erst mit der letzten Fahrerin.

Enttäuschung und anerkennung

Enttäuschung und anerkennung

Nach der Siegerehrung wirkte Nolte sichtlich emotional. “Ich war bereit, ich habe alles gegeben, aber es sollte einfach nicht sein”, sagte sie im ZDF und kämpfte mit den Tränen. Bundestrainer Spies betonte jedoch, dass Nolte keinesfalls Gold verloren habe, sondern Silber gewonnen. “Laura ist sehr emotional, das sehen wir gerade. Aber man kann aus einem Monobob-Rennen auch ganz ohne Medaille rausgehen.”

Erinnerungen an peking

Erinnerungen an peking

Vor vier Jahren in Peking hatte Nolte ebenfalls eine Medaille knapp verpasst und war Vierte geworden. Diese Erfahrung schien sie zusätzlich zu motivieren. Die Vorbereitung auf die Spiele in Cortina war intensiv, und Nolte reiste als Top-Favoritin an. Die 27-Jährige zeigte in den Vorläufen bereits ihr Können und gewann sowohl im Mono- als auch im Zweierbob bei den Weltcup-Premiere auf der Olympiabahn.

Starker auftritt auf der neuen bahn

Starker auftritt auf der neuen bahn

Der neu gebaute Eiskanal in Cortina d'Ampezzo schien Nolte besonders zu liegen. Im November hatte sie hier bereits im Mono- und Zweierbob triumphiert und kurz vor den Spielen auch die Gesamtweltcupsiege in beiden Disziplinen gefeiert. Diese Erfolge bestärkten sie in ihrer Favoritenrolle, doch am Ende reichte es nicht ganz zum erhofften Gold.

Doppelte chance für nolte

Doppelte chance für nolte

Nolte hat jedoch bereits die nächste Chance, eine Medaille zu gewinnen. Im Zweierbob bildet sie mit Deborah Levi ein starkes Team und geht als amtierende Weltmeisterin an den Start. Die beiden Athletinnen verstehen sich blind und sind seit 2018 ein erfolgreiches Duo. Ihre enge Freundschaft und die gemeinsame Trainingsgruppe mit David Corell sind ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Die rolle von deborah levi

Während Nolte die Pilotin ist, übernimmt Levi die Rolle der Anschieberin. Diese Kombination erfordert ein Höchstmaß an Teamwork und Vertrauen. Levi ist für den kraftvollen Start verantwortlich, der im Monobob besonders wichtig ist, da die Athletin das 163 Kilogramm schwere Bob alleine anschieben muss. Gemeinsam wollen sie nun im Zweierbob alles daran setzen, den Olympia-Triumph zu erringen.

Familie und team unterstützen nolte

Nolte kann sich dabei auf die Unterstützung ihrer Familie und ihres Teams verlassen. Ihre Mutter Sandra kümmert sich um die Organisation im Hintergrund, während ihr Mann Lukas und zahlreiche Freunde und Familienmitglieder vor Ort sind, um sie anzufeuern. Mit ihren pinkfarbenen Bommelmützen sind sie gut zu erkennen und sorgen für zusätzliche Motivation.