Siewert packt aus: nach dem triumph von berlin der nächste schlaganfall
Erst feierte er mit den Füchsen den Meistertitel, dann flog er raus – und jetzt diese Bombe: Jaron Siewert erlitt Ende Oktober seinen zweiten Schlaganfall. Der 32-Jährige bricht sein Schweigen im Gespräch mit Dyn.
„Zwei Monate nach meiner Freistellung lag ich wieder auf dem Boden. Alles war offen, alte Wunden aufgerissen“, sagt er. Die Diagnose fiel wie ein Faustschlag. Bereits 2022 hatte ihn ein Schlaganfall während des Training auf dem Platz getroffen – damals stoppte ihn sein Körper, diesmal seine Psyche.

Siewert wirft bob hanning rückzieher vor
Dem Saison-Knaller folgte der Tiefschlag. Hanning hatte ihm einen neuen Vertrag aufgesetzt, Siewert unterschrieb – und plötzlich war nichts mehr wert. „Bob machte einen Rückzieher, ich wurde komplett freigestellt. Drei, vier Wochen habe ich nur noch gefragt: Warum?“ Die Antwort blieb aus, die Wunde blieb.
Gespräche mit anderen Klubs liefen bereits, doch der neue Schlaganfall bremste alte Pläne. „Ich nähere mich den 100 Prozent, bin voller Energie und für neue Aufgaben bereit“, versichert er. Sein Ziel: „Nur Plan A – Cheftrainer. Punkt.“
Siewert trainiert wieder, täglich. Die Ärzte geben grünes Licht, sein Kopf leuchtet rot für Rache. „Ich will zurück an die Seitenlinie, am liebsten gegen genau die Leute, die mich abgeschrieben haben.“ Die Uhr tickt. Der Handball tickt. Und Siewert tickt – mit Wut und Leidenschaft.
