Siegemund kämpft, verliert: sabalenka zieht souveräner ins viertelfinale ein
Madrid – Dramatik und Enttäuschung im Herzen Spaniens: Laura Siegemund hat im Kampf gegen Jasmine Paolini alles gegeben, doch am Ende mussten die deutschen Fans in Madrid eine knappe Niederlage verdauen. Aryna Sabalenka hingegen präsentierte sich gegen Peyton Stearns in blendender Form und ist dem Titelgewinn einen Schritt näher.

Ein kampf voller wendungen
Das Duell zwischen Siegemund und Paolini war ein Wechselbad der Gefühle. Die deutsche Spielerin startete furios und ging durch einen starken Aufschlag und vier Breaks schnell in Führung. Doch Paolini, bekannt für ihre mentale Stärke, konterte im zweiten Satz und egalisierte den Rückstand. Die Entscheidung zeichnete sich im dritten Satz ab, als Siegemund kurzzeitig einen neuen Look präsentierte – ein pinkes Tennisdress anstelle des üblichen Blautons. Ob dies die Wende bringen sollte, blieb jedoch eine Frage der Interpretation.
Die Italienerin ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und behielt die Kontrolle über das Spiel. Nach 2:24 Stunden Spielzeit und dem vierten Matchball sicherte sich Paolini den Sieg. Für Siegemund bedeutet dies die dritte frühe Niederlage in Serie nach Miami und Indian Wells – ein Rückschlag für die deutsche Nummer Eins.
Sabalenka ohne große Mühen
Während Siegemund sich einen hart erkämpften Sieg ersehnte, hatte Aryna Sabalenka eine deutlich entspanntere Aufgabe vor sich. Gegen Peyton Stearns setzte sich die Weltranglisten-Erste in zwei Sätzen durch, wobei sie zwar zweimal ihren Service abgeben musste, aber letztlich mit vier Breaks die Oberhand behielt. Die Belarussin, die in Madrid die Chance hat, zur alleinigen Rekordsiegerin aufzusteigen, präsentierte sich in Topform und deutet an, dass sie dem Titel ernsthaft beiwohnen könnte.
Iga Swiatek, die Titelverteidigerin von 2024, benötigte lediglich 61 Minuten, um Daria Snigur (UKR) glatt mit 6:1, 6:2 auszuschalten. Die polnische Spielerin demonstrierte ihre Klasse und ist ebenfalls eine ernstzunehmende Anwärterin auf den Titel.
Die nächste Hürde für Paolini ist Hailey Baptiste oder Kaitlin Quevedo, die in Runde eins eine Überraschung gelang und die Altmeisterin Venus Williams aus dem Turnier warf. Die Spannung im WTA-Turnier in Madrid ist weiterhin hoch – die Favoriten präsentieren sich zwar stark, doch es liegen noch viele Schlachten vor ihnen. Die Frage ist: Kann Sabalenka ihre Dominanz bestätigen und den Titel in die Höhe stemmen?