Sicherheits-training auf der rennstrecke: 650 schüler lernen crash-prävention

Monza und Lainate – Adrenalin, Reifenqualm und eine wichtige Lektion: Rund 650 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulen erlebten auf den Rennstrecken von Monza und Lainate einen Tag, der ihnen die Risiken im Straßenverkehr und die Bedeutung der Sicherheitsregeln näherbrachte. Ein gemeinsames Projekt des Automobilclubs Italien (ACI) und des Bildungsministeriums soll junge Menschen für verantwortungsvolles Verhalten im Straßenverkehr sensibilisieren.

Ein tag zwischen theorie und praxis

Die Veranstaltung „Insieme per la sicurezza stradale“ (Gemeinsam für die Straßensicherheit) bot den Schülern ein abwechslungsreiches Programm. Von interaktiven Workshops über praktische Übungen bis hin zu geführten Touren wurde ein breites Spektrum an Themen abgedeckt. Dabei wurden die Teilnehmer altersgerecht angesprochen: Grundschüler lernten spielerisch die Grundlagen, während ältere Schüler sich intensiv mit Themen wie Mikromobilität, Ablenkung und dem Verhalten im Notfall auseinandersetzten.

Besonders berührend war die Teilnahme von Gabriella Saracino, Mutter von Gaia von Freymann und Camilla Romagnoli, die 2019 bei einem tragischen Unfall ums Leben kamen. Ihre bewegende Schilderung der Ereignisse und die Gründung der gleichnamigen Stiftung, die sich für Straßensicherheit einsetzt, rührte die junge Zuhörerschaft tief. Saracino betonte: „Es ist wichtig, dass die jungen Menschen verstehen, dass Tragödien jederzeit passieren können und dass verantwortungsvolles Handeln Leben retten kann.“

Auch Andrea Kimi Antonelli, aufstrebender Star der Formel 1, schickte einen Videobotschaft. Er betonte die Bedeutung der Einhaltung von Regeln und hob die Unterstützung des ACI in seiner eigenen Karriere hervor. Sicherheit steht an erster Stelle, egal ob auf der Rennstrecke oder im Straßenverkehr“, so Antonelli.

Mehr als nur regeln: eine kultur der sicherheit

Mehr als nur regeln: eine kultur der sicherheit

Geronimo La Russa, Präsident des ACI, machte deutlich, dass Straßensicherheit mehr ist als nur das Einhalten von Verkehrsregeln. „Es ist eine Kultur, die wir jeden Tag neu gestalten müssen. Durch praktische Erfahrungen und klare Botschaften wollen wir die jungen Menschen dazu befähigen, verantwortungsbewusste Verkehrsteilnehmer zu werden.“ Der ACI investiert kontinuierlich in Sicherheitszentren, wie die Standorte in Lainate und Vallelunga, um die Ausbildung junger Fahrer zu verbessern und das Bewusstsein für die Gefahren im Straßenverkehr zu schärfen.

Auch Bildungsminister Giuseppe Valditara betonte die Bedeutung der Straßensicherheit als Teil der zivilen Bildung. Er forderte eine stärkere Integration des Themas in den Schulunterricht und plädierte für einen ganzheitlichen Ansatz, der nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern auch Empathie und Verantwortungsbewusstsein fördert. „Jeder von uns hält ein Werkzeug in der Hand, das tödlich sein kann. Daher ist es unerlässlich, dass wir mit Reife und Verantwortungsbewusstsein umgehen“, so Valditara.

Die Veranstaltung in Lainate und Monza zeigte eindrucksvoll, dass die Kombination aus Theorie, Praxis und persönlichen Berührungen einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung junger Menschen für die Risiken im Straßenverkehr leisten kann. Die jungen Teilnehmer nahmen die Botschaft mit: Sicherheit beginnt mit jedem Einzelnen und erfordert ein Umdenken hin zu einer Kultur der Verantwortung.