Shitstorm um james rodríguez: ablehnung der präsidententochter vor wm?

Kolumbiens Fußballstar James Rodríguez steckt kurz vor der Weltmeisterschaft in einer ungeheuerlichen Krise. Eine vermeintliche Szene bei der Verabschiedung der Nationalmannschaft durch Präsident Gustavo Petro hat einen wütenden Sturm der Kritik ausgelöst – und die WM-Vorbereitung des Teams könnte dadurch erheblich belastet werden.

Die szene, die kolumbien spaltet

Die szene, die kolumbien spaltet

Präsident Petro, dessen Amtszeit ohnehin von Kontroversen begleitet wird, verabschiedete die Nationalmannschaft vor dem Abflug zur WM persönlich. Seine 17-jährige Tochter Antonella, eine bekennende Fußballfanatikerin, war ebenfalls anwesend und suchte das Gespräch mit den Spielern. Berichten zufolge bat sie James Rodríguez, den Kapitän der Mannschaft, um ein gemeinsames Foto. Doch das Video, das nun viral geht, zeigt ein anderes Bild: Rodríguez schüttelt Antonellas Hand und geht weiter, ohne auf ihre Bitte einzugehen. Das Mädchen bleibt allein zurück.

Die Reaktionen im Netz waren heftig. Ein Kommentar mit über 35.000 Likes prangerte Rodríguez' Verhalten als respektlos an. „Ich kann nicht verstehen, wie man ein Mädchen, das den Fußball und alle Spieler der Nationalmannschaft leidenschaftlich liebt, so abweisen kann“, schrieb ein Nutzer. Andere kritisierten, dass Rodríguez Politik und Privatleben vermischen würde und die Tochter des Präsidenten unnötig demütige.

Auch Antonellas Bruder, Nicolás Alcocer Petro, mischte sich ein und veröffentlichte ein altes Foto von James und seiner damals sechsjährigen Schwester. „Sie ist dasselbe Mädchen, das nur ein Foto mit ihrem Idol möchte“, kommentierte er. Der Appell, die Situation in einem angemessenen Rahmen zu betrachten, blieb jedoch ungehört.

Es ist ein Moment, der die kolumbianische Fußballfans gleichermaßen schockiert und verunsichert. Während einige Fans argumentieren, dass Rodríguez die Bitte möglicherweise aufgrund des Lärmpegels nicht gehört habe, betonen andere, dass das Verhalten des Spielers einen schlechten Eindruck hinterlässt und dem Team vor dem wichtigen Turnier schaden könnte. Die Vorwürfe treffen den 34-Jährigen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt und ob James Rodríguez sich zu den Vorwürfen äußern wird. Klar ist jedoch, dass der Shitstorm die Vorbereitung der kolumbianischen Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft überschattet und die Frage aufwirft, ob der Fokus nun auf dem Platz oder auf den persönlichen Verfehlungen des Stars liegen wird. Die kommenden Tage werden zeigen, ob sich Kolumbiens Fußballheld aus dieser Zwickmühle befreien kann, bevor das Team am 10. November gegen Usbekistan ins Turnier einsteigt.