Shiffrin zieht durch: nächste saison kommt – und kilde bleibt auch

Mikaela Shiffrin lässt die Bombe platzen, bevor sie in Kvitfjell über die Startampel fliegt: Nächste Saison fährt sie weiter. Punkt. Die 31-Jährige zertrümmert damit die Schweiger-Gerüchte, wonach das Weltcup-Finale in Norwegen ihr letztes Rennen werden könnte. „Ich werde nächste Saison starten“, sagt sie dem ORF, ohne Umschweife. Und schiebt nach: „Alex plant, diesen Sommer Vollgas zu geben.“

Die kristallkugel rückt näher, der abschied nicht

Die kristallkugel rückt näher, der abschied nicht

Verstehen kann sie die Spekulationen. „Wir nähern uns beide dem Ende – aber das ist eben nur Gerücht“, sagt Shiffrin mit einem Lächeln, das so gar nicht nach Abschied klingt. Ihr Verlobter Aleksander Aamodt Kilde, 33, wird ebenfalls nicht abdanken. Stattdessen: gemeinsames Training, gemeinsame Ziele. Die beiden könnten sogar gemeinsam auf Gletscher-Pisten campieren, verrät sie.

Die Aussagen kommen zum perfekten Zeitpunkt. Am Sonntag entscheidet sich in Kvitfjell das Rennen um die große Kristallkugel. Shiffrin hat auf die Abfahrt verzichtet, spart sich für Super-G, Slalom und Riesenslalom. Dort, wo sie zuletzt fast unantastbar war, will sie den Sack zubinden. Emma Aicher fuhr am Samstag auf Rang fünf, schob 45 Punkte auf Shiffrin heran, liegt aber immer noch 95 Zähler zurück. Für die 22-Jährige wäre ein Gesamtsieg historisch – nur Maria Höfl-Riesch, Katja Seizinger und Rosi Mittermaier schafften das vor ihr.

Doch Shiffrin bleibt Favoritin. Ihre Statistik im Slalom spricht Bände: 62 Weltcupsiege, mehr als jede andere Athletin in einer Disziplin. Die Frage ist nicht, ob sie die Kugel holt, sondern wie lange sie sie danach noch trägt. Denn der Übergang, von dem sie nach Olympia sprach, ist kein Ende – nur eine neue Kurve.