Shiffrin stoppt aichers traum – wm-kugel so gut wie sicher
Mikaela Shiffrin hat Emma Aicher die Luft zum Atmen abgedrückt. Mit einem souveränen Slalom-Sieg in der Saison-Finale baute die Amerikanerin ihren Vorsprung im Gesamtweltcup auf 85 Punkte aus. Für Aicher bleibt nur noch ein Wunder: Sie muss am Mittwoch im Riesenslalom gewinnen und darauf hoffen, dass Shiffrin leer ausgeht.
Der slalom war eine demonstration
Shiffrin fuhr wie auf Schienen, die Konkurrenz hatte keine Chance. Die 22-jährige Aicher landete auf Platz drei – hinter Shiffrin und der Schweizerin Wendy Holdener, die sie um 0,04 Sekunden schlug. Es war Aichers fünfter Podestplatz in dieser Saison, doch der Rückstand auf Shiffrin wächst.
Die Zahlen sind brutal: Shiffrin gewann neun der zehn Slaloms in diesem Winter, holte Olympiagold und sicherte sich bereits vorzeitig die kleine Kristallkugel. Mit einem sechsten Gesamtweltcup-Titel würde sie die Österreicherin Annemarie Moser-Pröll einholen – eine Ikone, die seit 1979 den Rekord hält.

Aichers letzte chance ist ein hail mary
Der Riesenslalom am Mittwoch ist kein normales Rennen mehr. Es ist ein Finale, in dem Aicher alles riskieren muss. Noch nie gewann sie ein Weltcup-Rennen in dieser Disziplin. Shiffrin hingegen fuhr in diesem Winter drei Mal aufs Podest – und das, obwohl der Riesenslalom nicht einmal ihre Lieblingsdisziplin ist.
Die deutsche Hoffnung ruht auf einer Sportlerin, die in dieser Saison gezeigt hat, dass sie mit den Besten mithalten kann. Doch gegen Shiffrin zählt nur Perfektion – und ein Quäntchen Glück.
Für Shiffrin ist die große Kugel so gut wie sicher. Für Aicher beginnt jetzt die härteste Nacht der Karriere.
