Shiffrin krönt sich zur ski-königin – dürrs olympia-drama geht weiter

Shiffrins triumph und dürrs tragödie in cortina

Cortina d’Ampezzo – Die US-amerikanische Ski-Königin Mikaela Shiffrin hat sich im Slalom bei den Olympischen Winterspielen 2026 eindrucksvoll den Goldmedaillen-Titel gesichert. Doch der Triumph war überschattet von dem dramatischen Aus von Lena Dürr, die im zweiten Lauf am ersten Tor scheiterte und damit die Chance auf eine mögliche Silbermedaille verspielte. Es ist ein weiteres Kapitel in einer Reihe von tragischen Momenten für die Münchnerin bei Olympischen Spielen.

Dürrs verpasstes happy end

Dürrs verpasstes happy end

Für Lena Dürr sollte es in ihrem womöglich letzten Olympia-Rennen nicht das erhoffte Happy End geben. Nach einem starken ersten Lauf hatte sie als Zweite gelegen, doch der Sturz beim Start des zweiten Durchgangs beendete ihre Hoffnungen. Die 34-Jährige erlebte eine bittere Déjà-vu-Situation, denn auch bei früheren Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften kam es immer wieder zu ähnlichen Rückschlägen.

Rast sichert sich silber, swenn larsson bronze

Rast sichert sich silber, swenn larsson bronze

Die Schweizerin Camille Rast konnte das Vakuum, das durch Dürrs Ausfall entstand, füllen und sich die Silbermedaille sichern (+1,50 Sekunden). Den dritten Platz belegte die Schwedin Anna Swenn Larsson (+1,71). Emma Aicher, bereits zweifache Silbermedaillengewinnerin in Cortina, landete auf dem neunten Platz (+2,49). Die Bedingungen in Cortina d’Ampezzo waren optimal für die Entscheidung.

Erinnerungen an markus wasmeier

Dürrs Schicksal erinnert an das des ehemaligen Skirennläufers Markus Wasmeier. Wie er 1988 in Calgary, galt auch Dürr als Top-Favoritin, scheiterte jedoch am ersten Tor. Wasmeier gewann später zwar Doppel-Olympiagold in Lillehammer, doch die Erinnerung an Calgary blieb stets präsent. Die psychische Belastung und der Druck bei solchen Großereignissen sind enorm.

Dürrs bittere serie bei olympia

Es ist nicht das erste Mal, dass Lena Dürr bei Olympischen Spielen enttäuscht. 2022 führte sie den zweiten Lauf an, fiel aber noch auf Platz vier zurück. Die Differenz zu Bronze betrug nur 0,07 Sekunden, zu Gold nur 0,19 Sekunden. Auch im Riesenslalom war sie am vergangenen Sonntag Zweite nach dem ersten Durchgang, stürzte aber ebenfalls ab und landete auf Rang neun. Eine unglückliche Serie für die Münchnerin.

Shiffrins dritter olympiasieg

Im Gegensatz zu Dürr demonstrierte Mikaela Shiffrin ihre Klasse und Nervenstärke. Nach Gold im Slalom 2014 und im Riesenslalom 2018 feierte sie ihren dritten Olympiasieg. Mit 71 Weltcupsiegen ist sie die erfolgreichste Slalomfahrerin der Geschichte und hat ihren Ruf als Ski-Königin weiter gefestigt. Dieser Slalom war der letzte alpine Wettkampf bei Olympia 2026.

Deutsche bilanz übertroffen

Der Deutsche Skiverband (DSV) hat mit den beiden Silbermedaillen von Emma Aicher und den weiteren guten Platzierungen seine Bilanz der letzten beiden Olympischen Spiele bereits übertroffen. Bei den Spielen 2022 reichte es nur zu Teamsilber, 2018 gab es keine Medaillen. Ein positiver Trend für den deutschen Skisport.