Shelton triumphiert in münchen – zverevs aus hilft!
Ein überraschend deutliches Finale sahen die Zuschauer in München: Ben Shelton, der Vorjahresfinalist, bezwang Flavio Cobolli in zwei Sätzen und sicherte sich den Titel beim ATP-Turnier. Das Aus von Titelverteidiger Alexander Zverev im Halbfinale ebnete dem jungen Amerikaner den Weg zum Erfolg.
Cobolli scheitert an sheltons power
Die Partie endete mit 6:2, 7:5 zugunsten von Shelton, der damit seinen fünften Karrieretitel feiert. Cobolli, der im Halbfinale sensationell Zverev ausgeschaltet hatte, fand anfangs kaum Mittel gegen die aggressive Spielweise des Weltranglistenfünften. Das deutsche Publikum hatte gehofft auf ein Zverev-Finale, doch Cobollis Sieg über den Lokalmatador ließ auf ein spannungsgeladenes Endspiel hoffen – ein Hoffen, das letztlich unbegründet blieb.
Die Niederlage gegen Shelton markiert zudem das wertvollste Ergebnis für einen US-Amerikaner auf Sand seit Andre Agassis Triumph in Rom im Jahr 2002. 478.935 Euro und ein Neuwagen wurden dem glücklichen Sieger für seinen Erfolg zugesprochen. Cobolli erhielt 257.705 Euro als Trostpreis.

Zverevs schwächephase
Alexander Zverevs Halbfinal-Niederlage gegen Cobolli (6:3, 6:3) war ein deutliches Zeichen seiner aktuellen Formschwäche. Der frühere Wimbledon-Finalist wirkte nicht in der Lage, seinem vollen Potential gerecht zu werden. Die Frage, ob er rechtzeitig zu den kommenden Grand Slams in Form kommen wird, bleibt offen. Es ist ein Rückschlag für den deutschen Tennis-Sport, der auf Zverev als eine feste Größe im internationalen Tennis zählt.
Shelton hingegen demonstrierte eine beeindruckende Konstanz und mentale Stärke. Nach seiner knappen Niederlage im Vorjahr gegen Zverev konnte er sich nun seine Rache süß auskosten und beweist damit sein Potenzial, auch auf Sand zu bestehen. Es bleibt zu hoffen, dass wir in Zukunft noch mehr von diesem aufstrebenden Star hören werden.
