Shakira: vier jahre nach der trennung – ein offenes herz und scharfe zungen!
Die kolumbianische Supergängerin Shakira hat in einem aufsehenerregenden Interview mit TVE erneut über die schmerzhafte Trennung von Gerard Piqué gesprochen. Doch diesmal war es nicht die Wut, die sprach, sondern eine bittersüße Mischung aus Humor, Selbstironie und unerschütterlicher Entschlossenheit. Vier Jahre nach dem öffentlichen Beginn ihrer persönlichen Krise lässt Shakira die Leser und Zuschauer einen intimen Einblick in ihre Gefühlswelt und ihre Sicht auf die vergangenen Jahre erhalten.
Die last der opferbereitschaft: eine karriere für den fußballhelden
Shakira scheut sich nicht, die Ungleichheit in ihrer Beziehung anzusprechen. Sie gesteht offen, dass sie ihre Karriere zurückgestellt und ihr Leben nach Barcelona gelenkt habe, um Piqué in seiner Fußballkarriere zu unterstützen. Der Plan, nach seiner Pensionierung gemeinsam in die USA zu ziehen, zerbrach mit dem Auftauchen von Clara Chía, und Shakira blickt nun mit einem weiseren Blick zurück. „Ich habe meine Karriere in den Hintergrund gestellt, um ihn zu unterstützen, damit er Fußball spielen und Titel gewinnen konnte“, so die Sängerin.
Doch die Vergangenheit wiegt schwer. Shakira beschreibt das erlittene Leid als „wahrscheinlich das Größte, das ich je erlebt habe“. Ihre Worte sind eindrücklich: „Es fühlte sich an, als hätte mir jemand ein Loch in die Brust gerissen. Die Empfindung war so real, fast physisch. Ich fühlte, wie die Leute durch mich hindurchsehen konnten.“ Diese Metapher verdeutlicht die Tiefe des emotionalen Schmerzes, der sich mit weiteren persönlichen Herausforderungen – dem gesundheitlichen Verfall ihres Vaters und Problemen mit dem spanischen Finanzamt – zu einer „perfekten Sturm“ vereinte.

Lachen als medizin: humor als bewältigungsstrategie
Anders als in ihren provokanten Songs wie „BZRP Music Sessions, Vol. 53“ zeigt sich Shakira in diesem Interview gefasst und humorvoll. „Ich lache viel über das, was mir passiert ist, und mache Witze über die Schwierigkeiten, die ich durchgemacht habe“, erklärt sie. Dieser neue Umgang mit ihrem Trauma markiert einen Wendepunkt in ihrem Heilungsprozess.
Die Rückkehr nach Miami habe ihr nicht nur ihre Karriere, sondern auch ihre Identität zurückgebracht. „Als ich diese Freiheit fand, fand ich auch mich selbst wieder. Es war eine Reise der Rückbesinnung“, schwärmt sie. Sie hat ihren Stil neu entdeckt und fühlt sich wieder „sexy“.

Die kinder im fokus: werte und digitale disziplin
Trotz der schwierigen Umstände scheint es einen Konsens bei der Erziehung ihrer Söhne Milan und Sasha zu geben. Shakira nutzt die Gelegenheit, um Kritik am aktuellen Bildungssystem zu üben, das sie als „defekt“ bezeichnet, da es lediglich Noten honoriert und Fehler nicht zulässt. Besonders auffällig ist ihr strenger Umgang mit Technologie: Ihre Kinder besitzen keine Handys, sondern lediglich iPads unter strenger Aufsicht. Dies wird von vielen als subtile Kritik am Lebensstil von Piqué interpretiert, der stärker dem digitalen Bereich, den E-Sports und der ständigen Medienpräsenz durch die Kings League verbunden ist.
Die loba und das recht, zu leiden
Einer der aufmerksamsten Punkte ihres Interviews war ihre Antwort auf die Kritik an ihrer Art, Liebeskummer durch ihre Musik zu verarbeiten. Sogar ihr Management hatte ihr geraten, die Texte ihrer Songs abzuschwächen. Ihre Reaktion war unmissverständlich: „Ich bin eine Künstlerin. Ich bin eine Frau. Und ich bin eine verletzte Loba (Wolfswölfin). Und niemand sollte mir sagen, wie ich meine Wunden lecken soll.“ Shakira sendet damit ein klares Signal für die Ermächtigung von Frauen und lehnt die Vorstellung ab, dass Frauen Schmerz passiv oder still ertragen sollten.
Während Gerüchte über eine verbesserte Kommunikation zwischen Shakira und Piqué zum Wohle ihrer Kinder kursieren, betont die Sängerin, dass Heilung Zeit braucht. „Es dauert viele Jahre“, sagt sie, „und man kann glücklich sein, auch wenn eine Wunde nicht heilt.“ In Sachen Liebe räumt sie ein, dass sie nach den Erlebnissen „wahrscheinlich keine Männer mögen sollte“, schließt aber humorvoll ein, dass sie offen für „Freunde“ sei, eine feste Beziehung jedoch nicht in ihren unmittelbaren Plänen stehe. Die Zukunft gehört Shakira, der Künstlerin, die aus Schmerz Stärke schöpft und die Vergangenheit hinter sich lässt – mit einem Lächeln und einem scharfen Blick.
n