Sevilla steht auf der kippe: kellerduell gegen levante wird zur stunde der wahrheit
Nur zwei Zähler trennen denSevilla FC noch vom Abstiegsrang – und das, obwohl der Klub am vergangenen Spieltag den Atlético Madrid im Sánchez-Pizjuán bezwang. Am Samstag (16.15 Uhr) gastiert Levante, Tabellen-Vorletzter, bei den Andalusern. Für García Plaza ist das kein normales Spiel. Es ist ein Duell gegen seinen Ex-Arbeitgeber, gegen die Mannschaft, mit der er 2010 den Aufstieg perfekt machte.
Die rache für die 0:3-klatsche der hinrunde
Der erste Saisonfight gegen Levante steckt Sevilla noch in den Knochen. 0:3 ging die García-Elf in Nervión unter, ein Ergebnis, das die Fans damals mit Pfiffen quittierten. „Wir schulden ihnen was“, sagte ein Spieler nach dem Abschlusstraining. Die Stimmung im Klub ist angespannt, trotz des Erfolgs gegen Atlético. Denn die Konkurrenten um die Klassement-Mitte haben ebenfalls zugelegt.
Carmona und Nianzou kehren nach Sperre zurück und sollen der defensiven Achse Stabilität verleihen. Azpilicueta fehlt weiter – sein Muskelfaserriss zieht sich. Die medizinische Abteilung gibt sich optimistisch, doch der Kapitän wird mindestens weitere drei Wochen ausfallen.

Osasuna wartet schon als nächste falle
Keine Atempause: Schon am Sonntag darauf reist Sevilla nach Pamplona. Zwei Auswärtsspiele in Folge, beide gegen direkte Konkurrenten. Punkte sind Pflicht, sonst rutscht der Klub erstmals seit 22 Jahren unter die Strich-Linie. Die Zahlen sind gnadenlos: Seit zwölf Pflichtpartien wartet Levante auf einen Sieg, Sevilla sammelte nur sieben Zähler aus den letzten neun Spielen.
García Plaza trainierte Levante in der Saison 2009/10, als mit Sergio Ballesteros und Juanfran erfahrene Kämpfer aufliefen und ein junge Iborra das Mittelfeld organisierte. Elf Mal hat er die Granotas seitdem als Coach gegen sich gehabt – Bilanz: vier Siege, drei Remis, vier Niederlagen. Statistisch ein offenes Rennen. Doch die Tabelle lügt nicht: Wer jetzt stolpert, beginnt die Woche im freien Fall.
Die Mannschaft trat am Freitag um 10:30 Uhr zum letzten Video-Training an. García Plaza ließ die Defensivabstimmung zweimal wiederholen. Die Botschaft war klar: Null Fehler, sonst wird es eng. Sehr eng.
