Sevilla plantiertet das mittelfeld: navarro setzt auf balance und junge talente
Die Suche nach Stabilität und frischem Wind im Herzen des Teams ist in Sevilla in vollem Gange. Nach der Verstärkung der Defensive mit Juan Iglesias und Arouna Sangante richtet der Blick nun auf das Mittelfeld für die Saison 2026/27.
Neuanfang im zentrum: gudelj und mendy hinterlassen lücke
Die Abgänge von Nemanja Gudelj und Batista Mendy haben eine deutliche Lücke im Sevillaner Mittelfeld hinterlassen, die es nun zu schließen gilt. Jon Guridi ist bereits als Neuzugang an Bord, doch die Verantwortlichen sind auf der Suche nach einem weiteren Spieler, wobei mögliche Abgänge die Entscheidung beeinflussen werden.
Sportdirektor José Ignacio Navarro hat in seiner Vorstellung vor den Medien die Leitlinien für diesen Transfermarkt deutlich gemacht. „Wir suchen das Gleichgewicht in einer Mannschaft, die sowohl junge als auch erfahrene Spieler vereint und vor allem einen Vermögenswert für die wirtschaftliche und sportliche Stabilität schafft“, betonte er. Dabei stehe das Profil eines Spielers im Fokus, der Leistung bringt, Begeisterung weckt und sich den Umständen anpasst.

Taktische flexibilität unter garcía plaza: die rolle des spielmachers
Trainer Luis García Plaza bevorzugt seit seinem Amtsantritt überwiegend das 4-4-2-System mit Doppel-Sechs. Allerdings zeigt seine Karriere auch eine Vorliebe für einen Spielmacher vor den defensiven Mittelfeldspielern. Die Verpflichtung von Guridi passt in diese taktische Ausrichtung, da der baskische Mittelfeldspieler sowohl die Fähigkeit besitzt, in den Strafraum einzudringen, als auch in der gegnerischen Hälfte Druck auszuüben.
Neben Guridi stehen García Plaza vier weitere Mittelfeldspieler zur Verfügung. Djibril Sow und Lucien Agoumé haben bisher die meisten Einsatzminuten erhalten, wobei ein Abgang aufgrund der angespannten finanziellen Situation des Vereins nicht ausgeschlossen werden kann. Agoumé könnte mit einem Marktwert von 15 Millionen Euro sogar einer der größeren Verkaufskandidaten im Sommer sein. Sow hingegen genießt das Interesse mehrerer Vereine, hat aber den Wunsch geäußert, in Sevilla zu bleiben.
Manu Bueno scheint hingegen weiterhin in die Pläne von García Plaza zu passen, sei es mit einem Vertrag im Profi-Kader oder im Nachwuchsbereich.

Altlasten beseitigen: jordán steht vor dem abschied
Joan Jordán, dessen Vertrag in seinem letzten Jahr endet, soll den Verein verlassen. Der Verein sucht aktiv nach einer Möglichkeit, ihn abzugeben. Darüber hinaus wird erwartet, dass der Jugendspieler Nico Guillén zunehmend in den Profikader integriert wird und in den Kaderberufen eine Rolle spielen wird.
Die suche geht weiter: martín, martínez und mercado im fokus
Sevilla hat in den letzten Wochen Interesse an Iván Martín (Girona) und Pablo Martínez (Levante) bekundet. Im Fall von Martín wäre eine Leihe die wahrscheinlichste Option, da er noch zwei Jahre Vertrag bei Girona hat. Parallel dazu wurden Gespräche mit seinem Berater geführt, um auch die Möglichkeit eines Engagements von Adrián Liso, der von derselben Agentur vertreten wird, zu sondieren.
Pablo Martínez, dessen Vertrag bei Levante ausläuft, ist ebenfalls eine attraktive Option für mehrere Vereine der Primera División. Er scheint der Idee, in Sevilla zu spielen, offen gegenüberzustehen, allerdings könnte das Gehalt, das Levante ihm zahlte, für den FC Sevilla nicht tragbar sein.
Auch Patrik Mercado von Independiente del Valle steht auf der Liste, allerdings wurde die bereits vereinbarte Ablösesumme von sechs Millionen Euro aufgrund einer schweren Knieverletzung des Spielers vorläufig ausgesetzt. „Er muss eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen, und wir werden sehen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um ihn zu verpflichten“, so Navarro.
Neben diesen Namen werden auch Namen wie Jefferson Lerma (Crystal Palace), Gustavo Puerta (Racing Santander), Nail Umyarov (Spartak Moskau) und Bilal Nadir (Olympique Marseille) als mögliche Optionen gehandelt. Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Situation muss Sevilla jeden Cent sorgfältig prüfen, bevor es zu einer Verpflichtung kommt. Bisher hat der Verein schnell reagiert und drei Neuzugänge ohne Ablösesumme präsentiert.
Die Verantwortlichen arbeiten fieberhaft daran, die Mannschaft für die nächste Saison zu verstärken und eine wettbewerbsfähige Mannschaft zu stellen. Es bleibt abzuwarten, welche Spieler letztendlich in Sevilla anheuern werden.
