Sevilla kämpft um die liga – ferienstimmung auf eis gelegt!
Die Feria de Abril in Sevilla – ein Fest, das normalerweise mit Fußballerfolg einhergeht. Doch dieses Jahr ist es anders. Der Sevilla FC steht vor einer existenziellen Aufgabe: dem Kampf um den Klassenerhalt. Die ausgelassene Stimmung ist verflogen, die Konzentration liegt einzig und allein auf dem Spiel gegen Valencia.

Ein blick zurück auf glorreiche feria-tage
Es ist kaum zu glauben, wie anders die Bilanz in der Vergangenheit aussah. Zahlreiche Europapokal-Abende wurden an den Feiertagen erlebt. Der legendäre Treffer von Antonio Puerta im Jahr 2006 gegen Schalke 04, der den Einzug ins Finale bedeutete, ist unvergessen. Auch 2007 gelang der Aufstieg ins Finale, wenn auch nach einem Rückschlag in Pamplona gegen Osasuna. Die Erfolge unter Emery, insbesondere der Gewinn der Europa League 2016 und 2017, sowie der Sieg gegen Manchester United 2023, sind tief in der Vereinsgeschichte verwurzelt.
Doch die Zeiten haben sich geändert. Luis García Plaza und sein Team stehen unter Druck. Der Fokus liegt nicht auf dem Feiern, sondern auf dem Verbleib in der Primera División. Die Spieler wurden aufgefordert, auf die üblichen Feria-Verlockungen zu verzichten. „Ich habe den Spielern gesagt, dass die Erholung nach dem Levante-Spiel oberste Priorität hat, als ob es keine Feria gäbe“, erklärte Plaza. Die Situation erlaubt keine Ablenkung.
Die Bilanz des Sevilla FC während der Feria-Woche im 21. Jahrhundert liest sich mit zwölf Siegen, fünf Unentschieden und zwölf Niederungen eher mittelmäßig. Doch der symbolische Wert hat sich gewandelt. Früher stand ein Sieg in diesen Tagen für den Beginn einer großen Erfolgsgeschichte, heute kann er den entscheidenden Punkt für die Rettung bedeuten.
Die Fans werden zwischen sevillanischen Tänzen, Laternen und Rebujitos weiterhin ein Auge auf den Fußball werfen – dieses Jahr jedoch mit weit größerer Sorge als mit Freude. Denn die Frage ist nicht, ob Sevilla das Fest feiern kann, sondern ob es überhaupt noch ein Fest geben wird.
