Serie-a-bankett nach saisonende: trainerkarussell dreht sich mit sarri-aus bei lazio weiter
Die Koffer in Rom stehen schon wieder bereit. Maurizio Sarri verlässt die Lazio nur 72 Stunden nach dem letzten Serie-A-Pfiff. Das sagt mehr über die italienische Liga aus als die Tabelle selbst.
Der 65-Jährige hatte alles versucht, aber am Ende war die Luft raus. Eine Mannschaft ohne Sommer-Neuzugänge, gezwungenermaßen stillgestanden wegen fehlender Liquidität. Guendouzi und Castellanos mussten gehen, damit Taylor, Ratkov und Maldini im Winter landen konnten. Fehlen nur drei Monate – und die Champions-League-Träume waren längst Makulatur.

Ein finale als letzter akt
Die Coppa-Italia-Duelle gegen Inter? Ein Abschiedsritual. 0:2 in Mailand, keine echte Chance. Die Pressekabine im Olympico wischte schon vor dem Schlusspfiff Spekulationen vom Tisch: Sarri wird nicht bleiben. Selbst das Gerücht, er könnte nach Neapel zurückkehren, schlug er aus – Respekt vor der eigenen Geschichte im Stadio Diego Armando Maradona.
Jetzt öffnet sich das nächste Kapitel: Gennaro Gattuso soll die Lazio übernehmen. Der Mythos vom Torschützen des WM-Finals 2006 als Retter der Roma? Das wäre wirklich pure italienische Oper.
Zeitgleich fegte Max Allegri beim Milan aus dem Amt, Antonio Conte verließ Napoli freiwillig. Die Sommerpause beginnt, als wäre sie ein Spielplatz für Traineragenten. Drei Tage, drei Wechsel – Tendenz steigend.
Die Serie A schläft nie. Nur die Fans holen gerade Luft – und fragen sich, ob das Chaos in Wahrheit das System ist.
