Serie b kocht: palermo wankt, rocchi mit geldscheinen beworfen
Mittwochabend, 28. Spieltag – wer Serie B für berechenbar hielt, wurde gnadenlos belehrt. Palermo rutscht mit zwei Toren und einem Mann mehr fast noch auf die Fresse, in Carrara fliegen statt Trikots Geldscheine, und Empoli wacht nach zwei Monaten Tiefschlaf plötzlich in der Abstiegswetterlage auf.
Palermo zittert trotz doppelpack und überzahl
Die „Gesetze des Barbera“ gelten weiter – neunter Heimsieg hintereinander – aber was für ein Schlag aufs Herz. Ranocchia zaubert die Kugel nach zwei Minuten ins Kreuzeck, Pohjanpalo erhöht, alles klar? Weit gefehlt. Blin fasst die Kugel wie ein Volleyball-Profi, Mantova dreht den Strafstoß durch Marras, und plötzlich kocht das Barbera vor Angst. Rot für Blin, Zuccon fliegt auch runter, die letzten zwanzig Minuten werden zur Achterbahn. Am Ende steht ein 2-1, das sich wie ein 5-4 anfühlt.

Pescara rettet alvini, aber die lücke bleibt groß
Frosinone lag schon mit 0-2 hinten – Di Nardo trifft doppelt, das zweite Mal, während Cittadini am Boden liegt, Pfiffe donnern. Doch Calò verwandelt den Anschlusspenalty, Altare fliegt, und in der sechsten Minute Nachschlag donnert Raimondo den Ball zum 2-2 unter die Latte. Punkt für beide, nur nützt er kaum: Pescara weiter Richtung Abstieg, Alvini fünf Zähler hinter der Spitze.

Carrarese-catanzaro: schiedsrichter rocchi unter beschuss
3-3, zwei Eigentore, ein verschossener Elfmeter, ein 93-Minuten-Ausgleich – und dann der Knaller: Gewaltbereite Fans umringen Schiedsrichter-Boss Rocchi, Geldscheine flattern durch die Luft, ein Mann will ihn packen. Die Bilder gehen durchs Land: Italien diskutiert erneut über Sicherheit und Idiotie. Melegoni schreibt trotzdem Kunstwerke, Iemmello liefert einen Traumpass, Cassandro vollstreckt – doch am Ende zählt nur das Chaos.
Bari springt an empoli vorbei – die toskaner fallen in den strudel
23. Minute, Lovato mit Rot, Empoli in Unterzahl – und selbst da führt Shpendi noch ausgleichend vor der Pause. Maggiores Kopfball nach Ecke aber begräbt die Hoffnung der Azzurri endgültig. Bari springt auf Platz 13, Empoli bleibt seit 10. Januar sieglos und schläft jetzt nur noch drei Punkte über der roten Zone.
Juve stabia und samp teilen – di pardo rettet das letzte
Correia donnert die Stabiese in Führung, schon wirkt das 1-0 wie ein Endspiel. Doch in der vierten Minute Nachschlag schlägt Di Pardo zu – 1-1, Samp stoppt die Mini-Krise, Juve Stabia bleibt im Mittelfeld gefangen.
Die Tabelle schüttelt sich, die Emotionen schäumen über. Morgen schon geht’s weiter, doch der Mittwoch bleibt als Mahnung: In der Serie B gibt’s kein Lazarus-Moment – nur 90 Minuten pure Raserei.
