Serie b, 28. spieltag: wer glänzt, wer versagt

Der 28. Spieltag der Serie B ist Geschichte – und er hat einiges hinterlassen. Monza und Venezia zementieren ihre Führungsrolle, während Empoli und Sampdoria plötzlich tiefer in den Abstiegsstrudel geraten, als ihnen lieb sein kann. Ein Englische Woche, die mehr Fragen aufgeworfen hat als beantwortet.

Die gewinner des abends: bari, fumagalli und ein trainer mit 1.500 spielen auf dem buckel

Bari ist zurück. Der Heimsieg der Süditaliener war längst überfällig, und er kam genau dann, als ihn niemand mehr erwartet hatte. Das ist Serie B: brutal, unberechenbar, manchmal poetisch. Nicht weniger bemerkenswert ist das, was Fumagalli von der Reggiana auf dem Platz gezeigt hat – Fair Play in einem Wettbewerb, der dafür nicht gerade bekannt ist. Man nimmt es zur Kenntnis. Man sollte es nicht vergessen.

Und dann ist da noch der Trainer des Klubs aus Bozen. 1.500 Spiele auf der Bank. Die Zahl spricht für sich. Nicht viele Trainer in der Geschichte des italienischen Fußballs können das von sich behaupten. Ein Meilenstein, der in der Hektik eines Englische-Woche-Dienstags fast untergeht – aber eben nur fast.

Frosinone und das toskanische team: wenn punkte einfach nicht kommen wollen

Frosinone und das toskanische team: wenn punkte einfach nicht kommen wollen

Auf der anderen Seite der Tabelle steht Frosinone mit einem Saisonstart, der einem Bergaufmarsch ohne Ende gleicht. Die Punktausbeute ist mager, die Geduld der Fans noch magerer. Das toskanische Team gesellt sich dazu – zu wenig Ertrag, zu viel verschenktes Potenzial. Beide Klubs bekommen von mir die rote Laterne dieser Runde. Nicht mit Schadenfreude, sondern weil die Zahlen keine andere Sprache sprechen.

Was dieser Spieltag letztlich bestätigt: Die Serie B der Saison 2022/23 ist kein ruhiges Fahrwasser. Sie ist ein offenes Meer, und wer nicht kämpft, geht unter. Monza und Venezia wissen das. Die anderen lernen es gerade – auf die harte Tour.