Serie a: 19 von 20 klubs mit trikotsponsor – lazio sucht noch
Roma hat die Lücke
geschlossen. Seit dem Vertragsabschluss mit Eurobet.live tragen 19 der 20 Serie-A-Klubs einen Hauptsponsor auf der Brust – und nur einer bleibt übrig: Lazio Rom. Claudio Lotito sucht weiter, aber er sucht auf seinen Bedingungen.Inter und milan geben den ton vor
Die teuersten Trikotnamen der Liga sitzen in Mailand. Inter kassiert 30 Millionen Euro pro Saison von Betsson.Sport, AC Milan ebenso viel von Emirates – und ab der Spielzeit 2026/27 sogar 35 Millionen, nach einem frisch ausgehandelten Verlängerungsvertrag mit der Fluggesellschaft. Wer die wirtschaftliche Kraft des Calcio verstehen will, schaut auf diese zwei Zahlen. Der Rest folgt mit deutlichem Abstand.

Juventus öffnet das trikot für zwei partner
Bei Juventus ist Jeep zurück – der Stellantis-Marke unter dem Dach der Eigentümer-Holding Exor. Die Summen sind aber weit von den alten Glanzzeiten entfernt: 19 Millionen in dieser Saison, ab nächstem Jahr 23 Millionen bis 2028. Wegen der Buchführungsskandale und dem daraus folgenden Ausschluss aus dem Europapokal hat der Klub ausnahmsweise einen zweiten Front-of-Shirt-Partner zugelassen: Visit Detroit erscheint auf dem Trikot bei Serie-A- und Coppa-Italia-Spielen und zahlt rund 4 Millionen Grundbetrag, dazu eine variable Komponente. Ein Zeichen, wie sehr die Bianconeri noch dabei sind, ihre kommerzielle Strahlkraft zurückzugewinnen.

Roma, napoli und die rückkehr der champions league
Die Roma hat ihren Deal mit Eurobet.live ab dem letzten Heimspiel gegen Como aktiviert. Bis 2029 fließen 13 Millionen jährlich, plus Boni – rund 8 Millionen davon werden noch in der laufenden Bilanz 2025/26 gebucht. Das Konstrukt folgt demselben Muster wie bei Inter: eine konforme Lösung nach dem Decreto Dignità, das direkte Glücksspielwerbung verbietet.
Napoli bleibt bei MSC Crociere. Die Rückkehr in die Champions League hat die Verhandlungsposition des Meisters deutlich gestärkt – der neue Vertrag ab 2026/27 wird die aktuellen 9 Millionen spürbar übertreffen. Genaue Zahlen? Noch nicht kommuniziert. Aber der Aufwärtstrend ist unübersehbar.

Familiensache: wenn der eigentümer selbst auf dem trikot steht
Eine eigene Kategorie bilden die sogenannten Familiensponsoren – Deals, bei denen Klubs mit Unternehmen aus dem Eigentümerumfeld kontrahieren. Wirtschaftlich liegen sie oft unter dem Marktdurchschnitt, erfüllen aber ihren Zweck: Die Werberechte werden nicht verschenkt.
Die Familie Commisso sichert der Fiorentina über Mediacom jährlich 25 Millionen. Sassuolo erhält 18 Millionen von Mapei. Bei der Cremonese rotieren gleich mehrere Marken der Arvedi-Gruppe auf Trikot und Ärmel – in der letzten Serie-A-Saison summierten sich diese parteinahen Transaktionen auf 42 Millionen in der Bilanz. Beim Bologna hält sich der Saputo-Deal mit 3 Millionen zumindest im marktüblichen Rahmen.

Von bergamo bis lecce: was die kleinen verdienen
Atalanta, zum zweiten Mal in Folge in der Champions League, hat sich 5 Millionen von Lete gesichert. Cagliari setzt auf die Partnerschaft mit der Region Sardinien – 3,6 Millionen für Tourismuswerbung auf der Brust. Torino verlängerte mit Suzuki für 2,35 Millionen.
Darunter: Parma (1,5 Mio., Prometeon), Udinese (1,5 Mio., Region Friaul-Julisch Venetien), Genoa (1,2 Mio., Pulsee), Verona (1 Mio., Aircash), Lecce (1 Mio., Deghi), Como (1 Mio., Uber) und Pisa (700.000 Euro, Cetilar). Como hat im Dezember zusätzlich ein drittes Trikot mit Revolut als Sponsor eingeführt – bei bestimmten Partien erscheint also Revolut als Hauptsponsor. Kreativ, aber auch ein Zeichen für den Hunger nach Einnahmen.
Lazio: das letzte leere trikot der liga
Der letzte Hauptsponsor der Biancocelesti war Binance: 6,5 Millionen in der Saison 2021/22, ein Jahr später 6 Millionen plus 4,7 Millionen Krypto-Royalties. Seitdem Stille. Lotito sucht, aber er will nicht unter Wert verkaufen – das ist seine Linie, und er weicht nicht davon ab. Solange kein Angebot seinen Vorstellungen entspricht, bleibt die Brust der Lazio-Spieler frei. In einer Liga, in der 19 Klubs längst kassieren, ist das eine stille Aussage über Stolz – und über Geduld, die langsam teuer werden könnte.