Serena williams kehrt mit 44 zurück – und rick macci schließt wimbledon-single nicht aus
Sie war weg, aber nie wirklich fort. Jetzt meldet sich Serena Williams mit 44 Jahren offiziell zurück – und ihr erster Trainer Rick Macci legt gleich nach: „Ich schließe nicht aus, dass sie in Wimbledon auch im Einzel spielt.“
Vom queen’s club bis centre court
Starten wird sie am 8. Juni im Doppel des Queen’s Club. Ob neben ihr Venus steht oder eine andere Partnerin, bleibt offen. Macci erklärt die Logik: „Im Doppel deckt man nur die Hälfte des Platzes ab, der Aufschlag wird zum Killerfaktor.“ Genau diese Waffe besitzt Williams immer noch – laut Macci einer der drei besten im Women’s Tennis, neben Rybakina und Sabalenka.
Der wirkliche Knaller folgt aber möglicherweise eine Woche später. Erste Gespräche über eine Wildcard für Wimbledon laufen. Macci: „Wenn sie sich körperlich und mental gut fühlt, wird sie anfragen.“ Dann würde das Centre Court wieder ausbrechen, Tickets wären binnen Minuten vergriffen.

Was antreibt eine legende
23 Grand-Slam-Titel, vier olympische Goldmedaillen, ein Imperium – mehr Prestige geht kaum. Warum also zurück? „Sie will einfach wissen, wo sie heute steht“, sagt Macci. Marketing oder PR? Fehlanzeige. „Serena spielt, weil sie daran glaubt, noch wettbewerbsfähig zu sein.“
Das Training lief schon Monate in West Palm Beach, immer wieder mit Alycia Parks an der Strippe. Ihre Rückkehr ins WTA-Testpool-Programm war das erste offizielle Lebenszeichen. Die Kinder wachsen, die Zeit wird knapp – aber das Feuer von Compton brennt noch.

Die angst der neuen generation
Für viele Spielerinnen wird es das erste Mal überhaupt sein, Williams live gegenüberzustehen. „Sie werden im Spielerinnentunnel neben der größten aller Zeiten stehen – das verändert ein Match, bevor der erste Ball fliegt.“
Macci kennt Serena seit ihrer Kindheit und kennt auch Antworten, die sie selbst noch nicht kennt. „Ich habe ihr oft gesagt: Ich kenne dich besser als du dich selbst.“ Jetzt kommt der Moment, wo sich das zeigt. Ein letzter Schwung auf dem schnellsten Belag – perfekt für ihre explosive Spielweise.
Der Countdown läuft. Queen’s, dann Wimbledon. Und wenn die erste Aufschlagserie sitzt, könnte eine weitere wilde Serena-Episode beginnen. Macci lächelt nur: „Wenn sie gewinnt, hört sie nie wieder auf. Unden wir das schon mal vor.“
