Sensation in köln: bergischer hc stiehlt die show – und könnte die nationalmannschaft verstärken!

Die Füchse Berlin können zwar den Pokal in den Händen halten, doch die Herzen der Handball-Fans gehören dem Bergischen HC. Der Aufsteiger aus dem Oberbergischen Land überraschte beim Final4 in Köln nicht nur mit seiner Leistung, sondern katapultierte sich mit einem sensationellen Sieg gegen den Serienmeister SC Magdeburg direkt ins Rampenlicht.

Ein wunderwerk der jugendarbeit

Ein wunderwerk der jugendarbeit

Die Lanxess-Arena bebte, als der BHC seine Gegner sowohl in der Neuauflage des Finales gegen Magdeburg als auch im Kampf um den Titel gegen die Berliner stets hielt. Die Spiele waren von dramatischer Spannung geprägt, insbesondere das Halbfinale, das erst im Siebenmeterwerfen zugunsten der Bergischen Löwen entschieden wurde. Nur der THW Kiel war in dieser Saison überhaupt in der Lage, Magdeburg zu bezwingen – ein Beweis für die außergewöhnliche Leistung des BHC.

HBL-Boss Frank Bohmann schwärmte nach dem Turnier von der beeindruckenden Jugendarbeit des Vereins. „Der Bergische HC beeindruckt seit mindestens zehn Jahren mit einer außergewöhnlichen Nachwuchsförderung“, so Bohmann. Und er deutete an, dass zwei Spieler des BHCs in naher Zukunft in der Nationalmannschaft spielen könnten.

Als erste Maßnahme scheint die Nominierung von Sören Steinhaus (22) und Aron Seesing (23) auf der Hand zu liegen. Steinhaus, ein dynamischer Rückraumspieler, und Seesing, eine wuchtige Kreisläufer (1,97 Meter, 115 Kilo), trafen beim Final4-Wochenende jeweils siebenmal und zeigten eine beeindruckende Leistung. Seesing, der im Sommer zu den Rhein-Neckar Löwen wechselt, machte mit seiner Präsenz im Angriff besonders auf sich aufmerksam.

„Was wir hier an diesem Wochenende geleistet haben, war fantastisch“, jubelte Seesing nach dem Spiel. „Ich bin unfassbar stolz auf diese Mannschaft.“ Auch wenn der BHC das Finale gegen Berlin mit 33:42 verlor, gab es einen großen Trost: Als Pokalfinalist qualifiziert sich der Verein für die European League – ein echter Erfolg für den Verein und seine Fans.

Die Spieler selbst waren sich der historischen Bedeutung des Final4 bewusst. Noah Beyer (28), der Held des Halbfinals gegen Magdeburg mit seinem entscheidenden Siebenmeter, betonte: „Es würde mich sehr für die Jungs freuen, wenn sie sich auch für Europa qualifizieren.“

Trainer Markus Pütz betonte die Energie, die seine Mannschaft aus dem gemeinsamen Erlebnis mit den Fans schöpfen werde. Die Bundesliga-Saison ist noch nicht vorbei, der Klassenerhalt steht für den BHC noch auf dem Spielplan – vier Punkte trennen das Team vom rettenden Ufer. Am Sonntag trifft der BHC auf die HSG Wetzlar, und ein Sieg ist nun wichtiger denn je.

Die Leistung des Bergischen HC hat die Handball-Szene nachhaltig beeindruckt. Es bleibt abzuwarten, ob Bundestrainer Alfred Gislason den Aufruf von Frank Bohmann erhören und Steinhaus und Seesing in den Kader der Nationalmannschaft berufen wird – ein Schritt, der den BHC und den deutschen Handball nachhaltig stärken könnte.