Alavés vor bernabéu-duell: kann mariano díaz sein comeback feiern?

Ein Schatten aus der Vergangenheit taucht auf, als der Alavés am Dienstag im Estadio Santiago Bernabéu gastiert. Für den angeschlagenen Aufsteiger geht es um viel, doch die Reise nach Madrid ist mehr als nur ein Spiel – sie ist die Rückkehr eines ehemaligen Madrilenen, Mariano Díaz, in seine alte Wirkungsstätte.

Díaz' weg zurück nach chamartín

Fast 1.052 Tage lagen zwischen seinem letzten Auftritt im Bernabéu und dem bevorstehenden Duell. Sein letztes Spiel im weißen Trikot datiert vom 4. Juni 2023, ein frustrierendes Unentschieden gegen Athletic Bilbao, bei dem er nur als Joker auf der Bank saß. Nach einer Saison bei Sevilla, in der er aufgrund einer Verletzung kaum Einsatzzeit erhielt, wagte der Alavés im vergangenen Sommer den Coup und lotste den Stürmer nach Vitoria.

Doch seine Zeit in der baskischen Provinz verlief alles andere als glanzvoll. Marianos Torflaute ist alarmierend – in der Liga blieb er torlos. Ein disziplinarischer Vorfall im Training unter Eduardo Coudet führte zu einer dreimonatigen Auszeit, und selbst die Ankunft von Quique Sánchez Flores hat seine Situation kaum verbessert. Nur sporadisch steht er wieder im Kader.

Quique Sánchez Flores, der den Stürmer bereits in Sevilla unter Vertrag hatte, gab ihm in seinem ersten Spiel gegen Valencia einen kurzen Einsatz – lediglich 15 Minuten. Doch seine Leistung war enttäuschend. Eine hochkarätige Torchance ließ er ungenutzt, und sein mangelnder Spielrhythmus war deutlich erkennbar. Das Spiel endete mit einer Niederlage für den Alavés, und seitdem blieb Mariano ohne Spielzeit. Die starke Konkurrenz durch Boyé und Toni Martínez, sowie der aufstrebende Diabaté, haben ihn ins Abseits gedrängt.

Mit 33 Jahren steht Mariano Díaz vor einem entscheidenden Punkt in seiner Karriere. Sein Vertrag läuft aus, und die sportliche Leitung des Alavés wird sich am Ende der Saison Gedanken über seine Zukunft machen müssen. Vier Jahre sind vergangen, seit er das Tor traf – am letzten Spieltag der Saison 22/23 gegen den Real Madrid in Cádiz, das 2:2. Sieben Spieltage bleiben ihm nun, um seine Torflaube zu beenden. Die Wahrscheinlichkeit dafür scheint jedoch gering.

Ein comeback als letzte hoffnung?

Ein comeback als letzte hoffnung?

Ob Mariano Díaz tatsächlich eine Chance erhalten wird, um sich im Bernabéu zu rehabilitieren, bleibt abzuwarten. Sein Weg zurück nach Madrid ist geprägt von verpassten Chancen und enttäuschten Erwartungen. Doch im Fußball ist alles möglich. Und vielleicht, nur vielleicht, kann er am Dienstag seine Kritiker eines Besseren beweisen und dem Alavés einen wichtigen Punkt entführen. Die Uhr tickt, und Mariano Díaz muss jetzt liefern, um seine Zukunft im Baskenland zu sichern. Denn eines ist klar: Seine Leistung gegen den ehemaligen Arbeitgeber wird über sein weiteres Schicksal entscheiden.