Senegal trotzt marokko: zweite stern trotz tas-urteil
Senegal spuckt nach der CAS-Entscheidung für Marokko ins Feuer. Die Löwen nähen trotzdem zwei Sterne aufs Trikot – und feiern sich mit 80.000 Fans im Stade de France, als wären sie Afrikameister 2026.
Die Föderation bestätigte es per Tweet: Im Test gegen Peru tragen sie die Doppelkrone. „Produktion lag vor dem CAS-Urteil“, lautet die offizielle Rechtfertigung. Pape Thiaw und seine Spieler kratzen daran kein Jota: „Wir sind die Champagner-Mannen, Punkt.“

Marokkos anwalt schlägt zurück
Mourad Elajouti hat zwei Schreiben versandt – eins an die Arena, eins an den Veranstalter GL events. Wer eine Meisterfeier für einen widerrufenen Titel erlaubt, haftet mit, warnt er. Die Antwort aus Dakar: ein Konzert mit Youssou N’Dour, dessen Stimme die Tribüne erzittern ließ. Kein Logo, kein Schriftzug, nur Musik und ein Stadion voller gelber Trikots.
Die FIFA schweigt, der CAS sackt das Protokoll ein. Marokko führt die Statistik, Senegal die Herzen – und die Umsätze der Souvenirhändler. Die zweite Stern auf dem Dress ist bereits ausverkauft, bevor das Spiel gegen Peru begann.
Für den neutralen Zuschauer bleibt nur eines klar: Die Afrika-Cup-Geschichte 2026 schreibt sich weiter auf Rückseiten von Jerseys statt auf Rasenplätzen. Wer jetzt denkt, das sei das Ende der Saga, unterschätzt den Einsatz afrikanischer Verbände, ihre Unbeirrbarkeit – und die Macht eines einzigen Stickers.
