Seixas stürzt – tour de france-träume gefährdet!
Ein Schreck für das deutsche Radteam: Paul Seixas, der Shootingstar des Jahres, ist auf der vorletzten Etappe der Tour Auvergne-Rhone-Alpes schwer gestürzt und hat damit seine Ambitionen auf den Gesamtsieg wohl verspielt. Der junge Franzose kämpfte zwar unermüdlich, doch die Folgen des Sturzes nagten an seinen Kräften.

Del toro triumphiert am grand colombier
Der Mexikaner Isaac del Toro vom Team UAE Emirates-XRG sicherte sich den Etappensieg auf dem anspruchsvollen Grand Colombier eindrucksvoll. Mit einem Vorsprung von 24 Sekunden distanzierte er den Spanier Juan Ayuso (Lidl-Trek) und den Norweger Tobias Halland Johannessen, der im Vorjahr Sechster der Tour de France war. Die Bergankunft war ein harter Brocken für alle Fahrer, doch für Seixas offenbarte der Sturz seine Grenzen.
Bester Deutscher in diesem Rennen, das als wichtiger Vorbereitungslauf für die Tour de France dient, war Lennart Jasch vom Team Tudor Pro Cycling. Der ehemalige Eisschnellläufer erreichte mit 3:07 Minuten Rückstand den 13. Platz – ein respektables Ergebnis, wenn man bedenkt, dass er nicht zu den Top-Favoriten zählt. Seixas‘ Sturz ereignete sich rund 40 Kilometer vor dem Ziel, als er unglücklich auf der Straße landete. Die Bilder von ihm, blutverschmiert und mit Schürfwunden, gingen um die Welt.
Es ist ein trauriger Tag für den französischen Radsport. Seixas, der mit seinen 19 Jahren das Radrennziel erobert hat, hatte sich in den letzten Monaten herausragend präsentiert. Doch dieser Rückschlag könnte seine Chancen auf eine erfolgreiche Tour de France erheblich schmälern. Die Generalprobe lief also alles andere als optimal.
Luke Tuckwell aus Australien, Fahrer des deutschen Teams Red Bull-Bora-Hansgrohe, führt die Gesamtwertung mit einem Vorsprung von 42 Sekunden vor Matteo Jorgenson aus den USA an. Del Toro liegt auf dem dritten Platz, nur 49 Sekunden hinter Tuckwell. Die Alpenetappe am Sonntag, mit der Bergankunft auf dem Plateau de Solaison, wird zeigen, wie sich die Gesamtsituation entwickelt.
Oscar Onley, ein weiterer britischer Hoffnungsträger, war nach einem schweren Sturz am Vortag nicht mehr antrat. Die Verletzungen, darunter eine ausgekugelte Schulter, machten eine Fortsetzung unmöglich. Die Zahl der Stürze in diesem Rennen wirft Fragen nach der Sicherheit auf den Bergstrecken auf. Die Tour Auvergne-Rhone-Alpes hat ihren Preis gefordert.
Ob Seixas sich rechtzeitig von seinem Sturz erholen und bei der Tour de France ab dem 4. Juli mithalten kann, bleibt abzuwarten. Seine Ambitionen, mit Fahrern wie Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard zu konkurrieren, sind zwar noch intakt, doch der Weg dorthin ist nun schwieriger denn je. Die Konkurrenz schläft nicht und die Verletzung könnte ihn entscheidend zurückwerfen.
