Seixas stürmt durch frankreich: der neue star der grande nation!
Lyon – Der französische Radsport atmet auf. Paul Seixas, gerade einmal 19 Jahre alt, hat in den Baskenland-Rundfahrt eine Sensation perfektioniert und die Hoffnung auf eine neue Ära im Peloton entfacht. Der junge Sprinter aus Lyon demonstrierte eine schier unglaubliche Form und ließ selbst etablierte Stars wie den deutschen Tour-Dritten Florian Lipowitz alt aussehen.

Ein wunderkind im aufstieg
Seixas' Leistungen sind atemberaubend. Zwei Etappen-Siege in Folge und die Führung in der Gesamtwertung sprechen eine deutliche Sprache. Bei seinem Auftaktzeitfahren am Montag ließ er Lipowitz um ganze 33 Sekunden hinter sich. „Ich habe nicht gezögert, anzugreifen“, erklärte Seixas nach seinem Triumph. „Das Schlimmste ist, Angst zu haben, ein Risiko einzugehen.“ Seine aggressive Fahrweise und sein explosiver Antritt erinnern an die größten Namen des Radsports.
Tadej Pogacar, der slowenische Tour-Sieger, adelte Seixas bereits im März als „Jungen, der mal ein Monster auf dem Rad wird.“ Nach seinem Sieg bei Strade Bianche, einem anspruchsvollen Eintagesrennen, hielt Seixas als einziger Fahrer mit Pogacar mit. Die Worte des Weltmeisters scheinen sich zu bewahrheiten.
Die französische Durststrecke Frankreich wartet seit Bernard Hinaults Sieg 1985 auf einen erneuten Triumph bei der Tour de France. Namen wie Richard Virenque, Laurent Jalabert, Thomas Voeckler, Julian Alaphilippe, Romain Bardet und Thibaut Pinot scheiterten trotz Etappensiegen und Träger des Bergtrikots am Gesamtsieg. Doch Marc Madiot, der einflussreiche Teammanager von Groupama-FDJ United, glaubt fest an Seixas: „Ich glaube, er ist der Auserwählte. Er wird der Fahrer sein, auf den Frankreich gewartet hat.“
Seixas ist nicht nur ein Bergkletterer, sondern auch ein herausragender Zeitfahrer – bewiesen durch seinen dominanten Sieg im Auftaktzeitfahren. Mit seiner Körpergröße von 1,86 Metern vereint er Kraft und Ausdauer. Die Rufe nach seinem Debüt bei der Tour de France werden lauter, doch Bernard Hinault rät zur Geduld: „Er sollte erst einmal die Vuelta oder den Giro bestreiten, um zu zeigen, dass er das Potenzial hat, drei Wochen durchzuhalten.“
Die Baskenland-Rundfahrt ist nur der Anfang. Seixas hat das Potenzial, den Radsport aufzufrischen und eine neue Generation französischer Radfahrer zu inspirieren. Seine Fahrt ist ein Versprechen, ein Hoffnungsschimmer für eine Nation, die nach einem neuen Helden lechzt. Die Welt des Radsports wird ihn genau beobachten.
