Seixas dominiert itzulia – pogacar-nachwuchs auf dem weg zum superstar?

Paul Seixas hat bei der itzulia eine Sensation perfekt gemacht und die Konkurrenz in Grund und Boden geräumt. Mit einer Reife und Souveränität, die seines Alters kaum gerecht werden, demonstrierte der junge Franzose, dass er nicht nur ein vielversprechendes Talent ist, sondern bereits eine feste Größe im Profi-Radsport.

Ayuso und del toro chancenlos gegen das seixas-phänomen

Ayuso und del toro chancenlos gegen das seixas-phänomen

Die Erwartungen waren hoch, doch Seixas übertraf sie bei Weitem. Während seine vermeintlichen Rivalen, Juan Ayuso und Isaac del Toro, bereits frühzeitig Federn zeigen mussten, fuhr der 21-Jährige seinen eigenen Kurs und ließ keinen Zweifel daran, dass er in der Klassementsszene angekommen ist. Die Chrono in Bilbao war kein Zufall, sondern ein klares Bekenntnis.

Die Etappe mit ihren 164 Kilometern und über 3.300 Höhenmetern forderte alles von den Fahrern. Zunächst durfte sich eine Spitzengruppe mit Namen wie Bruno Armirail und Raúl García Pierna einen Vorsprung von über zwei Minuten erarbeiten. Das Team Decathlon, mit Seixas im Blick, kontrollierte das Rennen jedoch geschickt und verkürzte den Abstand kontinuierlich. Verantwortlich dafür war der französische Youngster selbst.

Im Anstieg zum Aldatz zeigte Seixas seine erste Attacke. INEOS und UAE schlossen sich an, um die Tempoarbeit zu übernehmen. Doch dann kam die bittere Nachricht: Kévin Vauquelin, Zweiter der Gesamtwertung, stürzte – glücklicherweise ohne schwerwiegende Folgen. Den entscheidenden Bonuspunkt am ‘Kilómetro Red-Bull’ sicherte sich Hayter vor Armirail und García Pierna. Die Spannung stieg.

San Miguel de Aralar, mit seinen steilen Rampen, präsentierte sich als nächste Hürde. Decathlon übernahm die Führung und erhöhte das Tempo. Und Seixas antwortete mit einer beeindruckenden Attacke, die nur er selbst kontrollieren konnte. Ayuso brach auseinander, während Del Toro und Lipowitz versuchten, eine Hinterbühne zu organisieren, doch Seixas ließ nicht locker. Die Führung wuchs stetig an.

Der Abstieg, mit seinen engen Kurven und hohen Geschwindigkeiten, bot keine Atempause. Ein weiteres Unglück: Mikel Landa stürzte schwer und musste das Rennen aufgeben. Doch Seixas ritt unbeirrt weiter, in einer Demonstration ungebremster Kraft. 1’20” Vorsprung – ein Statement, das in der Radsportwelt für Furore sorgte.

In den Cuevas de Mendukilo zeigte sich dann endgültig, dass hier ein außergewöhnlicher Sportler am Werk ist. Seixas demonstrierte eine Autorität, die man selten bei einem so jungen Fahrer sieht. Es ist mehr als nur ein Sieg; es ist der Beginn einer neuen Ära.