Schweizer frauen starten mit 2:0 gegen nordirland in die wm-quali
Lausanne hat gesprochen. Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft eröffnete die WM-Qualifikation 2027 im Stade de la Tuilière mit einem verdienten 2:0-Sieg gegen Nordirland – und legte damit den ersten Stein auf dem langen Weg nach Brasilien. Drei Punkte, null Gegentore, und ein Abend, der vor allem einer Frau gehörte.
Navarro beginnt mit einem befehlston, den alle verstehen
Rafel Navarro, der neue Trainer der Nati, musste in seinem ersten Pflichtspiel keine große Überzeugungsarbeit leisten. Die Schweizerinnen übernahmen von der ersten Minute an das Kommando, drängten Nordirland tief in die eigene Hälfte und ließen dem Gegner schlicht keinen Raum zum Atmen. Nicht spektakulär, aber konsequent. Genau das, was man von einem Auftaktspiel erwartet.
Die Führung fiel in der 22. Minute. Lia Wälti trat einen gefährlichen Eckball in den Strafraum, die nordirische Abwehr verlor kurz die Orientierung – und Riola Xhemaili bewies die richtige Reaktion zur richtigen Zeit: Rechtsoben, unhaltbar, 1:0. Ein Tor aus dem Lehrbuch der Strafraumstürmerei.

Das zweite tor ließ warten – und dann kam die schiedsrichter-posse
Was danach folgte, war solide, aber nicht glänzend. Die Schweiz ließ sich zunehmend vom passiven Spielstil der Nordirinnen einlullen, verpasste mehrere gute Möglichkeiten und blieb lange bei diesem knappen 1:0 hängen. Erst in der ersten Nachspielminute erlöste Svenja Fölmli alle Schweizer Herzen mit dem 2:0.
Dann wurde es kurios. Bei fünf angezeigten Nachspielminuten pfiff die Schiedsrichterin nach rund vier Minuten ab. Kurzes Chaos, Gespräche mit den Spielerinnen – und dann wurde das Spiel tatsächlich noch einmal angepfiffen. Ein Moment, der in keinem Drehbuch stünde, aber eben das echte Fußballleben ausmacht.

Crnogorcevic kündigt ihr letztes großes kapitel an
Den schönsten Rahmen des Abends lieferte jedoch Ana-Maria Crnogorcevic. Die 35-Jährige, Rekordonationalspielerin der Schweiz und seit dem Winter bei RC Straßburg unter Vertrag, verkündete vor dem Anpfiff klar und ohne Umschweife: „Ja, Brasilien ist mein letztes Ziel.
