Schweinsteiger fordert neuer-bank: baumann soll gegen ecuador ran

Bastian Schweinsteiger schlägt vor, dass Julian Nagelsmann beim Gruppenschluss gegen Ecuador die große Kehrtwende wagt – und Manuel Neuer erstmals seit der WM 2010 wieder auf die Bank setzt. Sein Favorit für das Tor: Oliver Baumann.

„Es ist zeit für olli“

Der Sportschau-Experte argumentiert ungewohnt offensiv: „Grundsätzlich würde ich in dieser Situation noch stärker rotieren, auch auf der Torwartposition. Warum nicht Baumann bringen und Neuer eine echte Pause gönnen?“ Für Schweinsteiger ist das keine Gefälligkeit, sondern harte Leistungslogik. Baumann habe sich das Startelf-Debüt auf der Weltbühne „redlich verdient“. Nebenbei spare man Kraft für das Achtelfinale, wo jede frische Beinlage zählt.

Die Rechnung ist simpel: Deutschland hat die Gruppe bereits gewonnen, das Risiko eines weiteren Ausfalls wie bei Nico Schlotterbeck (Innenbandteilriss) wächst mit jedem unbedeutenden Einsatz.

Rotation statt routine

Rotation statt routine

Nagelsmann selbst hatte angekündigt, „einige Akteure schonen und anderen die WM-Bühne geben“ zu wollen. Doch beim Torhüter zögerte er bisher. Schweinsteigers Vorstoß setzt den Bundestrainer unter Zugzwang – zumal Baumann seit Wochen in der Bundesliga mit Bestleistungen glänzt und im Trainingslager in Winston-Salem laut Insidern „jeden Ball mit der Frische eines Debütanten“ hält.

Die Stimmung im Team? Laut Nadiem Amiri „hervorragend“ – und er muss es wissen. Der Mainzer durfte gegen die Elfenbeinküste jubeln und betonte: „Jeder hier weiß, dass der Trainer auch bereit ist, mutige Entscheidungen zu treffen.“

Donnerstagabend im MetLife Stadium wird sich zeigen, ob Nagelsmann Mut zeigt – oder doch wieder auf die verbrauchte Routine setzt, die seine Vorgänger so oft scheitern ließ.