Schwedinnen feiern doppelsieg – rydzek verpasst podestkurs, gimmler enttäuscht

Lake Placid lehrt die deutschen Skilangläufer erneut Demut. Im letzten Sprint der Saison landen Linn Svahn, Jonna Sundling und Maja Dahlqvist auf dem Podest – dieselbe schwedische Dreierkette, die schon in Italien Olympia-Gold und Silber geholt hat. Währenddessen rutschen Coletta Rydzek und Laura Gimmler aus dem Kreis der Weltspitze.

Teamsprint-bronze von turin bleibt ohne fortsetzung

Rydzek und Gimmler hatten vor vier Wochen in der Mixed-Staffel noch gezeigt, wie schnell deutsche Skier gleiten können. Doch im Freestyle-Sprint von Lake Placid zerbarst der Traum von der Wiederholung: Rydieck schafft zwar den Sprung ins Finale, verliert dort aber jeglichen Biss und wird Sechste. Gimmler schafft es nicht einmal unter die besten 20 – Rang 19 bedeutet ihr schlechtestes Weltcup-Ergebnis des Winters.

Die Zahlen sind hart: Zwischen der Schwedin Svahn und Gimmler liegen im Ziel 17 Sekunden – auf 1,2 Kilometern. Ein Gefälle, das selbst Sportschuldirektoren mit Blick auf die WM 2027 im eigenen Land schlucken lassen muss.

Hennig verzichtet – kraftreserven auf null

Hennig verzichtet – kraftreserven auf null

Katharina Hennig, 2022 noch Olympiasiegerin im Teamsprint, beendet ihre Saison vorzeitig. „Ohne Energie oder Power“, sagt die 29-Jährige nach dem Ausscheiden in der Qualifikation. Die Botschaft klingt wie ein Warnruf: Keine deutsche Frau schaffte heute den Vorstieg ins Viertelfinale.

Pellegrino alt, aber unerreicht – keck springt in neue karrieredimension

Pellegrino alt, aber unerreicht – keck springt in neue karrieredimension

Bei den Männern macht Federico Pellegrino dem Beweis, dass Tempo nicht vom Geburtsdatum abhängt. Der 35-jährige Italiener feiert seinen 19. Weltcupsieg und entzaubert ein Feld, das gestern noch Johannes Hösflot Kläbo gehörte. Der Norwege schont sich nach seinem 10-km-Sieg – und spart offenbar Munition für die Finalwochen.

Deutsche Hoffnungsträger bleiben hinter den Erwartungen. Jan Stölben wird 16. und verpasst das Halbfinale um eine Ränge. Elias Keck kann sich wenigstens mit Rang 24 trösten – persönliche Bestmarke, aber noch Lichtjahre von Podestträumen entfernt.

Die Saison endet mit einem Déjà-vu: Schweden tanzen auf dem Podest, Deutschland schaut zu. Für den Skiverband wird der Sommer zur Geduldsprobe – Material, Kondition, Mentalität, alles steht auf dem Prüfstand. Die Athleten haben sechs Monate, um den Rückstand in Leistung wieder aufzuholen. Die Uhr tickt lauter als je zuvor.