Schweden setzt auf biathlon-zukunft: 13 millionen euro für top-trainingszentrum

Östersund – Die schwedische Biathlonszene steht vor einem Quantensprung. Für rund 13 Millionen Euro entsteht in der Nationalarena ein hochmodernes Leistungszentrum, das nicht nur die Trainingsbedingungen für die eigenen Athleten verbessern, sondern auch die Hoffnungen auf die Ausrichtung der Weltmeisterschaften 2031 deutlich befeuern soll.

Neue strukturen für nationale erfolge

Die Idee zu diesem ehrgeizigen Projekt entstand bereits während der Weltcup-Wettbewerbe in Östersund. Sofia Domeij, die Vorsitzende des schwedischen Biathlonverbandes, erklärte, dass die Überlegung, wie man das Ganze aus Nachhaltigkeitssicht noch verbessern und gleichzeitig die sportliche Leistung steigern könnte, im Fokus stand. „Die Idee entstand während der Weltcup-Wettbewerbe vor Ort. Dabei haben wir überlegt, wie wir das Ganze aus Nachhaltigkeitssicht noch verbessern könnten. Anschließend wurde die Idee gemeinsam mit dem Aspekt der Leistung weiterentwickelt“, so Domeij.

Das neue Zentrum, dessen Bau für 2027 geplant ist, wird eine beeindruckende Ausstattung bieten. Ein hochmodernes Fitnessstudio, ein Indoor-Schießstand und spezielle Biathlon-Laufbänder sind nur einige der Highlights. Es geht darum, den Athleten optimale Bedingungen zu bieten, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen und so die Konkurrenz von Frankreich und Norwegen, die traditionell zu den stärksten Nationen im Biathlon zählen, besser bestehen zu können.

Elvira öberg schießt sich ins wm-ticket

Elvira öberg schießt sich ins wm-ticket

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der jungen Star-Athletin Elvira Öberg. Die 27-Jährige, bereits Trägerin von vier olympischen Medaillen und sechs Weltmeisterschaftsmedaillen, äußerte während des Spatenstichs ihre große Hoffnung, bei einer möglichen Heim-WM 2031 dabei zu sein: „Sollte es 2031 hier eine Weltmeisterschaft geben, dann möchte ich unbedingt dabei sein.“ Die Investition in das neue Trainingszentrum könnte ihr – und dem gesamten schwedischen Team – einen entscheidenden Vorteil verschaffen.

Östersund, traditionell der Austragungsort des Weltcup-Openings, hat bereits 2019 eine Weltmeisterschaft ausgerichtet. Die Entscheidung über die Vergabe der WM 2031 fällt im Rahmen des IBU-Kongresses im September 2026. Dabei steht Schweden im direkten Wettbewerb mit dem finnischen Ort Kontiolahti. Die Investition in die Infrastruktur ist ein klares Signal: Schweden will ernst genommen werden.