Schweden schlägt lewandowskis polen und tanzt auf dem wm-ticket

In Solna war alles vorbereitet auf Lewandowskis drittes WM-Märchen. Stattdessen schlugen die Schweden zu – und zwar in letzter Sekunde. Viktor Gyökeres traf in der 89. Minute zum 3:2, und plötzlich stand Polen mit leeren Händen da.

Elangas traumtor war erst der anfang

Die 50.000 in der Friends Arena hatten noch nicht einmal Platz genommen, da flog der Ball schon zum 1:0. Anthony Elanga knallte ihn aus 18 Metern in den Winkel, Yasin Ayari hatte vorher mit dem Hacken den Raum gebaut. Die Schweden spielten, als wäre das Finale nur ein Trainingslager. Polen antwortete mit Zalewski, doch zwischen den Toren ging es hin und her wie in einer Achterbahn. Gustaf Lagerbielke köpfte die Elf vom Balkan erneut in Führung, Karol Swiderski schoss das Leder zum 2:2 ins Netz. Dann kam Gyökeres.

Der Arsenal-Stürmer, der im Halbfinale gegen die Ukraine noch alle drei Treffer erzielt hatte, blieb 88 Minuten lang unsichtbar. Doch als der Ball vor ihm aufsprang, zog er einfach ab. Wojciech Szczęsny sah ihn erst im Rückwärtsrollen.

Polens albtraum endet vorzeitig

Polens albtraum endet vorzeitig

Für Lewandowski war es die bitterste Nacht seit Katar. Der Kapitän verwarf einen ersten Abschluss, wurde danach doppelt gedeckt und suchte vergeblich die Lücke. Die schwedische Abwehr ließ ihn laufen, aber nie schießen. Als die Sirene ertönte, stand er mit offenem Mund da – und wusste: Die nächste WM wird ohne ihn stattfinden.

Schweden hingen feiert das 13. WM-Ticket. In Amerika treffen sie auf die Niederlande, Japan und Tunesien – und mit Elanga, Svanberg & Co. auf mindestens drei Bundesliga-Kontrahenten. Das Turnier kann kommen. Polen bleibt zu Hause und muss neu aufbauen. Die Tränen in Solna waren echt – und sie gehörten nicht den Favoriten.