Schumacher meistert indy 500-test: erster schritt zum erfolg?

Indianapolis, Indiana – Mick Schumacher hat die erste Hürde auf dem Weg zu seinem IndyCar-Debüt bei den 500 Meilen von Indianapolis gemeistert. Der Sohn des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters absolvierte heute problemlos den Rookie Orientation Program (ROP), ein obligatorischer Test für alle Neulinge in der prestigeträchtigen Rennserie.

Hohe geschwindigkeiten erfordern anpassung

Das ROP dient dazu, die Piloten langsam an die extremen Geschwindigkeiten zu gewöhnen, die auf der berühmten Ovalbahn von Indianapolis erreicht werden. Schumacher, zusammen mit den weiteren IndyCar-Neulingen Caio Collet und Dennis Hauger, mussten dafür drei geforderte Abschnitte bewältigen. Die ersten 10 Runden wurden zwischen 205 und 210 Meilen pro Stunde (329 bis 338 km/h) gefahren – eine Phase, in der die Boliden aufgrund des geringen aerodynamischen Anpressdrucks besonders wendig sind. Anschließend folgte eine Strecke von 15 Runden im Bereich von 210 bis 215 mph (338 bis 346 km/h), bevor die finale Runde mit mehr als 215 mph (über 346 km/h) absolviert wurde.

Die beiden Stunden, die den Rookies zur Verfügung standen, reichten aus, um ihr Programm erfolgreich abzuschließen. Auch erfahrene Piloten, die nicht regelmäßig in der IndyCar-Serie starten, nutzten die Gelegenheit für einen sogenannten „Refreshment“-Kurs, der die letzten beiden Abschnitte des ROP umfasst. Darunter befanden sich ehemalige Sieger der 500 Meilen wie Ryan Hunter-Reay (2014) und Helio Castroneves, der das Rennen bereits 2001, 2002, 2009 und 2021 für sich entscheiden konnte.

Ein Hindernis für Legge Neben Hunter-Reay und Castroneves mussten auch Jack Harvey, Jacob Abel und Katherine Legge den Refreshment-Kurs absolvieren. Für die Britin Legge gestaltete sich die Situation allerdings schwieriger: Probleme mit dem Kupplungssystem ihres Foyt-Rennwagens verhinderten die Fertigstellung des ROP, was ihre Teilnahme am heutigen Dienstagstest ausschloss.

Palou testet mit long beach-setup

Palou testet mit long beach-setup

Vor der Session für Rookies und erfahrene Piloten fand eine separate zweistündige Übung für die Stammfahrer der IndyCar-Serie statt. Dabei kam Álex Palou nicht zum Einsatz. Der Spanier wird den Open Test an diesem und morgen mit dem Chassis seines Rennwagens vom letzten Grand Prix von Long Beach einsetzen, um das wertvolle Material für den kommenden Indy 500 zu schonen. Es ist eine kluge Strategie, das bewährte Setup zu nutzen, anstatt das Risiko einzugehen, den für das prestigeträchtige Rennen vorgesehenen Boliden zu beschädigen – insbesondere nach seinem historischen Sieg im Jahr 2025. Der junge Palou demonstriert damit ein bemerkenswertes Gespür für die langfristige Planung im Rennsport.

Mick Schumacher hat mit dem erfolgreichen Abschluss des ROP einen wichtigen Schritt gemacht. Doch der Weg zur Indy 500 ist noch weit. Die Konkurrenz ist groß, und die Herausforderungen auf der Ovalbahn sind einzigartig. Ob er an den Fußstapfen seines Vaters treten und ebenfalls Geschichte schreiben kann, wird sich zeigen. Die ersten Testtage lassen jedoch auf eine vielversprechende Entwicklung hoffen.